1 Warum toben die Heiden und ersinnen die Völker Nichtiges?
2 Die Könige der Erde lehnen sich auf, und die Fürsten verabreden sich gegen den HERRN und gegen seinen Gesalbten:
3 »Lasst uns ihre Bande zerreißen und ihre Fesseln von uns werfen!«
4 Der im Himmel thront, lacht; der Herr spottet über sie. (Ps 2:1-4, Schlachter)
...
Wir sehen die Heiden toben, tosen wie das Meer, das von den ruhelosen Wogen hin und her geworfen wird, toben wie der Ozean im Sturm. Und dann nehmen wir wahr, wie die Völker in ihrem Herzen Eitles sinnen (Grundtext) gegen ihren Gott.
Wo viel Wut ist, da ist gemeiniglich Torheit, und in dem vorliegenden Falle ist ein Übermaß davon vorhanden.
Beachten wir, dass die Bewegung nicht nur von den Völkern kommt, sondern dass die Führer den Aufruhr unterstützen. Die Könige der Erde lehnen sich auf. In entschlossener Bosheit haben sie sich in Schlachtordnung gegen ihren Oberherrn aufgestellt. Es ist nicht eine vorübergehende Aufwallung, sondern tief gewurzelter Hass gegen den Fürsten des Friedens. Und die Herren ratschlagen miteinander. Sie führen den Krieg mit List, nicht in toller Hast, sondern mit Überlegung. Sie wenden alle Geschicklichkeit an, welche die Kriegskunst ihnen an die Hand gibt. Gleich Pharao beraten sie: "Wir wollen sie mit List dämpfen." (2. Mose 1,10) -
Aber was sagen sie? Was bezweckt diese Bewegung? "Lasst uns zerreißen ihre Bande." Freiheit wollen wir haben, Freiheit zur Ausübung aller Gräuel. Wir wollen unsere eigenen Götter sein. Lasst uns jeder Schranke uns entledigen! Und mit wachsender Unverschämtheit fügen die verräterischen Empörer hinzu: "Lasst uns von uns werfen ihre Seile " - als wäre das eine Kleinigkeit. …
So wahnsinnig der Entschluss der Empörung wider Gott ist, so hat doch der Mensch seit seiner Erschaffung an demselben festgehalten und fährt darin fort bis auf den heutigen Tag. Ehe die herrliche Herrschaft Jesu in der Endzeit zur vollen Ausgestaltung kommt, wird noch ein schrecklicher Kampf die Völker erschüttern. Der Herr wird bei seinem Kommen sein wie das Feuer eines Goldschmieds und wie die Lauge der Wäscher, und sein Tag wird brennen wie ein Ofen (Mal. 3,2.19). Die Erde mag ihren rechtmäßigen Herrscher nicht, sondern hängt dem Thronräuber an, der sich als ihren Herrn aufspielt. Die schrecklichen Kämpfe der letzten Tage werden sowohl die Liebe der Welt zur Sünde als auch Jahwes Macht, das Reich seinem Eingeborenen zu geben, voll ans Licht bringen. Für den Nacken der Unbekehrten ist Christi Joch unerträglich, aber dem geretteten Sünder ist es sanft und leicht. Wir können uns danach selbst prüfen: Ist uns dies Joch lieb, oder möchten wir es von uns werfen?
(Charles Haddon Spurgeon)
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