13 Weil wir aber denselben Geist des Glaubens haben, gemäß dem, was geschrieben steht: »Ich habe geglaubt, darum habe ich geredet«, so glauben auch wir, und darum reden wir auch,
14 da wir wissen, dass der, welcher den Herrn Jesus auferweckt hat, auch uns durch Jesus auferwecken und zusammen mit euch vor sich stellen wird.
15 Denn es geschieht alles um euretwillen, damit die zunehmende Gnade durch die Vielen den Dank überfließen lasse zur Ehre Gottes. (2. Kor 4:13-15, Schlachter)
In Psalm 116,10 sagt der Psalmist: »Ich habe geglaubt, darum habe ich geredet.« Er hat auf den Herrn vertraut, und deshalb war das, was er sagte, das Ergebnis eines tief gegründeten Glaubens. Paulus sagt hier nun, dass dasselbe für ihn gilt.
Er hat denselben Geist des Glaubens wie der Psalmist, als er diese Worte sprach.
Paulus sagt: »So glauben auch wir, darum reden wir auch.« Die Anfechtungen und Verfolgungen im Leben des Paulus versiegelten seine Lippen nicht. Wo immer wir echten Glauben finden, muss er sich ausdrücken. Er kann nicht schweigen.
Wenn du auf Jesus Christus vertraust musst du ganz gewiss von ihm reden, auch wenn es dich bis in den Staub demütigt, wenn du ihn liebst, dann sage es auch.
Wenn du an Jesus glaubst, und den Heiland angenommen hast, dann zög’re nicht, sondern sag es, sonst wirst du den Geist betrüben.
4,14 Wenn es uns seltsam erscheint, dass Paulus nicht von der ständigen Todesgefahr erschüttert war, dann finden wir die Lösung dieses Problems in Vers 14. Das ist das Geheimnis seiner Furchtlosigkeit bei der Verbreitung der christlichen Botschaft. Er wusste, dass dieses Leben nicht alles ist. Er wusste, dass auf den Gläubigen mit Sicherheit die Auferstehung wartet. Derselbe Gott, »welcher den Herrn Jesus auferweckt hat«, würde »auch« den Apostel Paulus »mit Jesus auferwecken und« ihn zusammen mit den Korinthern »vor sich stellen«.
4,15 Mit der sicheren und festen Hoffnung auf die Auferstehung vor Augen war der Apostel gewillt, sich auch schrecklichen Entbehrungen zu unterziehen. Er wusste, dass solches Leiden eine zweifache Folge haben würde. Entbehrungen würden für die Korinther zum Segen werden, und damit würde »durch eine immer größere Zahl die Danksagung zur Ehre Gottes überströmen«. Diese beiden Gründe trieben Paulus in seinem Handeln an. Ihm war es ein Anliegen, dass »Gottes Ehre« vermehrt und andere Menschen gesegnet wurden.
Paulus erkannte, dass, je mehr er selbst litt, andere umso mehr »die Gnade« Gottes erfahren würden. Je mehr Menschen gerettet werden, desto mehr »Danksagung« wird zu »Gott« aufsteigen. Und je mehr »Danksagung« zu Gott aufsteigt, desto mehr wird Gott auch verherrlicht.
Hfa scheint den Sinn dieses Abschnittes besonders gut zu umschreiben:
Alle Entbehrungen aber ertragen wir für euch. Denn je mehr Menschen für Christus gewonnen werden, umso mehr werden Gott danken und ihn über alles ehren.
(William Macdonald)
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