37 Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert.
38 Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mir nachfolgt, der ist meiner nicht wert.
39 Wer sein Leben findet, der wird es verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es finden! (Mat 10:37-39, Schlachter)
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Das bedeutet, dass Jesus für seine Bauprojekte nur Menschen gebraucht, die ihn persönlich, leidenschaftlich und treu lieben – deren Liebe zu ihm auch die der engsten menschlichen Beziehungen weit übersteigt. Die Bedingungen sind streng, aber von einer herrlichen Klarheit.
Alles, was wir bauen, wird Gott begutachten. Wenn Gott uns durch sein Feuer beurteilt, das alles sichtbar macht und reinigt, wird er dann sehen, dass wir auf dem Fundament Jesu unsere eigenen Pläne verwirklicht haben? In unserer Zeit wird ungeheuer viel unternommen und wir versuchen für Gott zu arbeiten und da liegt die Gefahr. Im eigentlichen Sinn des Wortes können wir nie für Gott arbeiten. Jesus ist der Baumeister und nimmt uns in seinen Dienst, damit wir ihm voll für seine Baupläne und Unternehmungen zur Verfügung stehen und seine Anweisungen befolgen; und niemand hat das Recht zu bestimmen, wo er eingesetzt werden will.
(Oswald Chambers)
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10,35-37 Hier wird dagegen betont, dass, wann immer Menschen seine Nachfolger würden, ihre Familien sich gegen sie wenden würden. Einem bekehrten Vater würde von seinem Sohn Widerstand entgegengebracht werden, einer frommen Mutter von ihrer unerretteten Tochter. Eine wiedergeborene Schwiegermutter würde von ihrer nicht wiedergeborenen Schwiegertochter gehasst werden. So stehen Christen oftmals vor der Wahl zwischen Christus und der Familie.
Keine natürlichen Bande dürfen den Jünger von der absoluten Treue zum Herrn abhalten. Der Retter muss wichtiger sein als Vater, Mutter, Sohn oder Tochter.
Ein Preis der Jüngerschaft ist die Erfahrung von Spannung, Streit und Entfremdung in der eigenen Familie.
"Diese Feindschaft ist oftmals erbitterter als in anderen Lebensbereichen."
10,38 Aber es gibt etwas, das noch eher als die Familie Christus den rechtmäßigen Platz im Leben eines Menschen rauben kann – das ist die Liebe zum eigenen Leben. Deshalb setzt Jesus hier hinzu: »Und wer nicht sein Kreuz aufnimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht würdig.«
Das Kreuz war natürlich ein Hinrichtungswerkzeug. Das Kreuz auf sich zu nehmen und Christus nachzufolgen, bedeutet, so hingegeben zu leben, dass sogar der Tod als solcher kein zu hoher Preis dafür ist. Nicht alle Jünger müssen ihr Leben für ihren Herrn opfern, aber alle sind aufgerufen, ihn so hoch zu schätzen, dass ihr eigenes Leben für sie nicht mehr wertvoll ist.
(William Macdonald)
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