22 Gnadenbeweise des HERRN sind’s, dass wir nicht gänzlich aufgerieben wurden, denn seine Barmherzigkeit ist nicht zu Ende;
23 sie ist jeden Morgen neu, und deine Treue ist groß!
24 Der HERR ist mein Teil!, spricht meine Seele; darum will ich auf ihn hoffen. (Klagelieder 3:22-24, Schlachter)
Warum singen wir noch Klagelieder, wenn doch Jesus bereits auferstanden ist?
Dass Jesus auferstanden ist, markiert für Christen zwar den Sieg über den Tod, aber das „Schon jetzt und noch nicht“ beschreibt die Realität dazwischen: Die Welt ist erlöst, aber das Leid ist noch da.
Hier sind die Gründe, warum Klagelieder weiterhin ihren Platz haben:
Ehrlichkeit vor Gott: Die Bibel (besonders die Psalmen) zeigt, dass wir Gott nichts vormachen müssen. Klage ist kein Mangel an Glauben, sondern das Bringen von Schmerz dorthin, wo er Heilung finden kann.
Solidarität: Wir besingen nicht nur unser eigenes Leid, sondern klagen stellvertretend für die Opfer von Krieg, Krankheit und Ungerechtigkeit weltweit.
Sehnsucht: Das Klagelied ist die Kehrseite der Hoffnung. Wir klagen, weil wir wissen, dass die Welt eigentlich anders sein sollte (so wie Jesus sie uns versprochen hat).
Verarbeitung: Psychologisch gesehen ist das Aussprechen von Not notwendig, um nicht daran zu zerbrechen. Die christliche Klage endet zudem oft (aber nicht immer) in einem vorsichtigen Vertrauensschrei.
Kurz gesagt: Die Auferstehung gibt uns die Hoffnung, dass die Klage nicht das letzte Wort hat – aber sie nimmt uns nicht die Pflicht, den Schmerz dieser Welt ernst zu nehmen.
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Er ist auferstanden! ✝️ Jesus lebt
Link:
https://www.youtube.com/watch?v=vrMfSNyvt70
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