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"Die Sünden des Temperaments"

31 Alle Bitterkeit und Wut und Zorn und Geschrei und Lästerung sei von euch weggetan samt aller Bosheit.
32 Seid aber gegeneinander freundlich und barmherzig und vergebt einander, gleichwie auch Gott euch vergeben hat in Christus.
(Eph 4:31-32, Schlachter)

4,31 Alle Zornes- und Wortsünden sollten »weggetan« werden. Der Apostel listet hier einige davon auf. Obwohl es nicht möglich ist, jede von der anderen genau zu unterscheiden, so ist die allgemeine Bedeutung doch klar:

Bitterkeit – schwelender Groll, mangelnde Vergebungsbereitschaft, verhärtete Gefühle.

Wut – Wutanfälle, von Leidenschaft motivierte Gewaltausbrüche, Reaktionen, bei denen man die Beherrschung verliert.

Zorn– Verdrießlichkeit, Gereiztheit, Feindseligkeit, Feindschaft.
Geschrei – laute Zornesbekundungen, Grölen, ärgerliches Gezänk, Gezeter, Niederschreien von Gegnern.

Lästerung – Beleidigungen, böse Nachrede, Verleumdungen, Beschimpfungen, Schmähungen.
Bosheit – anderen Böses wünschen, Gehässigkeit, Boshaftigkeit, Niedertracht.

4,32 Die eben genannten Zornessünden sollten wir aufgeben, doch das Vakuum müssen wir durch das Einüben christusähnlicher Eigenschaften auffüllen. Die gerade genannten Punkte beinhalten natürliche Laster, während die folgenden Einzelheiten übernatürliche Tugenden umfassen:

Güte – selbstlose Sorge um das Wohlergehen anderer und der Wunsch, Mitmenschen auch unter großen persönlichen Opfern zu helfen.
Mitleid – ein mitfühlendes, liebevolles und anteilnehmendes Interesse am anderen und die Bereitschaft, seine Last mitzutragen.
Vergebungsbereitschaft – Bereitschaft, Vergehen zu entschuldigen, persönliches Unrecht, das einem zugefügt wurde, zu übersehen, und kein Verlangen nach Rache zu hegen.

Das großartigste Beispiel für Vergebungsbereitschaft ist Gott selbst. Die Grundlage seiner Vergebung ist das Werk Christi auf Golgatha. Und wir sind die unwürdigen Empfänger seiner Vergebung. Gott hätte uns die Sünde nicht vergeben können, wenn dafür nicht Sühnung erwirkt worden wäre. In seiner Liebe stellte er die Sühnung bereit, die seine Gerechtigkeit erforderte. »In Christus«,
das heißt, in seiner Person und in seinem Werk, fand Gott die gerechte Grundlage, auf der er uns vergeben konnte. Weil er uns vergab, als wir »Millionen von Euro« schuldig waren, sollten wir anderen ebenfalls vergeben, wenn sie uns »ein paar Euro« schulden (Matth 18,23- 28; nach einer englischen Übertragung).
Lenski rät:
In dem Augenblick, da mir jemand Unrecht tut, muss ich ihm vergeben. Dann ist mein Gewissen frei. Wenn ich ihm das Unrecht weiter vorhalte, dann sündige ich gegen ihn sowie gegen Gott und setze meine Vergebung bei Gott aufs Spiel. Ob der andere Reue zeigt, etwas wiedergutmacht, mich um Vergebung bittet oder nicht, ändert nichts an der Situation. Ich habe ihm sofort vergeben. Er muss sich vor Gott für das Unrecht verantworten, das er mir angetan hat, doch das ist seine und Gottes Sache und nicht meine, es sei denn, dass ich ihm nach Matthäus 18,15ff. helfen sollte. Doch ich muss ihm zuallererst vergeben – egal, ob dieses seelsorgerliche Bemühungen Erfolg hat oder nicht.

(William Macdonald)


Verfasst: 20.12.2025, 08:28 Uhr
Editiert: 20.12.2025, 21:17 Uhr

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