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Stückwerkhafte Gedanken zur Losung am 9.4.2026
Sei nicht schnell mit deinem Munde und lass dein Herz nicht eilen,
etwas zu reden vor Gott; denn Gott ist im Himmel und du auf Erden;
darum lass deiner Worte wenig sein.
Prediger 5, 1
Der Lehrtext:
Jesus spricht: Euer Vater weiß, was ihr braucht, noch ehe ihr ihn bittet.
Matthäus 6, 8
Wir alle leben vor Gott.
Sowohl die Menschen,
die ihn liebhaben,
als auch jene die ihn nicht erkennen.
So reden wir immer vor Gott.
Er ist da und nimmt es zur Kenntnis.
Aber nicht nur das,
die Gnade führt uns auf ihre Weise den Mund.
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Sprüche 16, 4
Der Mensch setzt sich’s wohl vor im Herzen;
aber vom HERRN kommt, was die Zunge reden wird.
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Auch wenn vom HERRN kommt, was die Zunge reden wird,
so ist sie damit nicht automatisch ein Wort Gottes.
Sondern es wird offenbar, was im Herzen ist.
Und selbst wenn das alles richtige Worte wären,
wenn es in Liebe geschähe,
wenn es mit wahrhaftigem Herzen gesprochen werden würde,
wenn darin Gerechtigkeit und Barmherzigkeit wären,
dennoch wäre es nicht vergleichbar
dem geschriebenen Wort Gottes,
zu dem sich der Geist Gottes bekennt.
Denn der Geist bekennt sich zu seinen Worten,
die er in, durch, mit Jesus sprach.
Aber hier geht es um unsere alltäglichen Worte.
Worte aus unserem Innern, die nach außen dringen.
Und da gibt es noch eine Instanz, eine Größe,
die mit diesen Worten zu tun hat:
Unser Herz, unser Empfinden, unser inneres Wesen.
Wenn dich jemand anredet, und dabei dich missversteht,
kann es sein, dass wir gekränkt reagieren und relativ
schnell zurück reden.
Das kann eine Rechtfertigung sein, aber auch ein Angriff,
das kann eine Rückfrage sein, wie es denn gemeint war … .
Und bevor wir diesen Vorgang ausreichend durchdenken,
ist unsere Zunge schon unterwegs etwas dazu zu sagen.
Vielleicht war es sogar ein bewusster Angriff des anderen,
und wir empfinden es als "Hauen".
Etwas, das in uns einen Schmerz verursacht,
und uns sofort zu einer Gegenreaktion veranlasst.
Hier läuft viel über das Fühlen, das Empfinden.
Je mehr mir das etwas "Wert" ist, was hier angegriffen wird,
umso heftiger kann die Reaktion ausfallen.
Die Reaktion ist aber nicht nur eine Äußerung,
sie zeigt auch einen inneren Befindlichkeitszusammenhang
zu dem, dass ich jetzt - vielleicht schneller als mir lieb ist -
verteidige und daher eventuell sogar meinerseits zu einem
Gegenangriff starte.
Was passiert hier eigentlich?
Wenn ich eine Korrektur bekomme, die mich nicht betrifft,
oder eine Kritik an etwas, was ich als belanglos einstufe,
dann treffen mich dieses Äußerungen nicht.
Sie könnten jedoch einen Ungerechtigkeit gegenüber anderen
Menschen beinhalten. Da könnte es sein,
dass es mich sehr wohl betrifft.
Auf jeden Fall zeigt meine Reaktion ein inneres Verhältnis
zur angesprochenen Sache auf.
Nun spricht die Bibel davon, dass ich mich verleugnen soll.
Dass ich täglich mein Kreuz auf mich nehme in der
Abhängigkeit Jesu, unter seinem Joch bleibe.
Und die Frage ist, ob das jetzt bei einem Angriff geschieht.
Es geht hier nicht um Verdrängung,
es geht hier nicht um eine Nabelschau.
Es geht darum, dass meine Worte immer auch
ein Spiegel meines inneren Verhältnisses zu Jesus sind.
Und zwar nicht des Verhältnisses von gestern,
wo ich sinnbildlich vielleicht auf dem Berg Tabor war.
Sondern die Wirksamkeit seiner Liebe jetzt in diesem Augenblick.
Jetzt, wo ich in meinen Gefühlen den Angriff spüre, vielleicht
sogar von der Ehefrau, des Ehemannes, der Arbeitskollegin oder des
Arbeitskollegen.
Ja, aber, vielleicht ist der empfundene Angriff gar kein Angriff.
Und nochmals ein "vielleicht":
Vielleicht hat der andere Mitmensch sogar recht, … aber der Tonfall???
Und ich muss mir einen Fehler eingestehen.
Deswegen:
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Prediger 5, 1
Sei nicht schnell mit deinem Munde und lass dein Herz nicht eilen,
etwas zu reden vor Gott; denn Gott ist im Himmel und du auf Erden;
darum lass deiner Worte wenig sein.
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Der Text verweist darauf, dass ich vor Gott bin.
Und als Christ, als Mensch
der umgekehrt ist, und geworden ist wie ein Kind,
dessen einziges wirkliches inneres Gegenüber Jesus ist,
in dem er Jesus und den Vater erkennt und erkennen lernt.
Dann lebt dieser eine ewige Gott in mir.
Er lebt aber in einem geheiligten Sünder.
Nicht meine Sünde ist geheiligt, sondern ich bin der Welt entnommen.
Obwohl ich noch da bin.
Ich bin nicht nur "vor" Gott, sondern ich gehöre ihm mit meinem Herzen.
Alle Menschen gehören Gott, aber ihr Herz gehört ihm nur,
wenn sie es Jesus in Wahrheit übergaben.
Das erfolgt durch das Ziehen des Vaters zu Jesus,
und durch das Nicht-Hinaus-Stoßen des Sohnes.
Durch das "ganz-herzige" Anrufen des Namens Jesu,
dem Vertrauen auf sein Opfer und seine Auferstehung.
Wenn wir aber unser Herz Jesus übergaben,
dann kamen wir in einen Zerbruch.
Wir erkannten am Kreuz die Hässlichkeit unserer Sünde
und unseres Egos, und auch die Schwere unserer Schuld.
Wir sind nicht wirklich die, für die wir uns halten.
Sondern wir sind die Verlorenen,
die unter einem Verdammungsurteil stehen,
die von sich aus keine Handhabe haben, zu Gott zu finden.
Dies zeigt uns Gottes Geist in uns.
Und durch die Gnade erkennen wir das.
Das geschieht nicht durch die Summe unserer Überlegungen,
sondern durch das offenbarte Wort Gottes.
Ob meine Reaktion in Liebe geschieht,
und Liebe hat immer Zeit zu überlegen,
oder aus der Sicherung meines Egos,
das offenbaren meine Gedanken,
meine Worte und mein Handeln.
Vielleicht wird meine Integrität in den Schmutz gezogen,
und ich darf schon, wenn es öffentlich geschieht,
darum bemüht sein, mich zu verteidigen.
Aber aus welcher Haltung?
Als Jesus vor dem Hohen Rat geschlagen wurde,
entgegnete er:
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Johannesevangelium 18, 22-23
22 Als er so redete,
schlug einer von den Dienern, der dabeistand,
Jesus ins Gesicht und sprach:
Sollst du dem Hohenpriester so antworten?
23 Jesus antwortete ihm:
Habe ich übel geredet, so beweise, dass es übel ist;
habe ich aber recht geredet, was schlägst du mich?
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Aber Jesus nahm es nicht persönlich.
Das aber ist die Strategie Satans, dass wir Dinge
persönlich nehmen und auch selbst persönlich werden.
Vielleicht meint der anderes es nicht einmal so.
Aber wir, in unserem verletzten Stolz,
und es kommt sehr schnell durch unsere Gefühle,
wir nehmen es dann persönlich.
Was wir dann reden, sollten wir uns schon zweimal überlegen.
Ich sage nicht, dass wir alles einstecken müssen,
das tat Jesus auch nicht.
Aber welche Töne kommen aus unserem Herzen.
Wer ist der Konzertmeister in uns?
Wenn wir Angriffe, Unterstellungen etc. erleben,
halten wir uns dann zu Jesus?,
ist er dann unser Leben?,
schauen wir auf ihn?,
und halten wir damit Schild des Glaubens hoch?
Als Christen können wir furchtbar fleischlich sein.
Mit fleischlichen Methoden und Verhalten meinen,
das Geistliche zu unterstützen.
Aber das geht so nicht.
Ehe wir uns versehen kann der andere plötzlich
zu einer Art Feind werden.
Aber unsere Feind sind eben gerade nicht aus Fleisch und Blut.
Vielleicht hat der Mitmensch einen dummen Satz losgelassen,
stupide und nicht dabei gedacht,
und wir legen ihn auf deine Goldwaage.
Hätte uns das nicht auch passieren können?
Uns macht das schon Probleme, wenn es nur einmal geschieht.
Aber wie war das mit den 7 mal 70 mal?
Wir sehen, es hilft uns nicht unser Setting an Verhalten,
das wir aufbauten, sondern die Gnade Gottes,
das Schauen auf den Anfänger und Vollender unseres Glaubens.
Wohin sollten wir sonst gehen, wohin sollten wir sonst sehen.
"Uns zu rechtfertigen" ist ein ganz schnelles eiliges Handlungsmuster,
tief in uns verwurzelt und alles durchdringend,
es geschieht oft schneller als uns lieb ist.
Deshalb ein ständiges Schauen auf Jesus, auf seine Gnade,
auf seine Fähigkeiten, auf seine Güte, die ewiglich ist.
Das tun wir in einem Bewusstsein, dass unser Vater weiß,
was wir brauchen.
Und dann gelingt es uns auch, nicht zu hauen,
sondern solche unangenehmen Dinge anzunehmen.
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Matthäus 6, 8
Jesus spricht: Euer Vater weiß, was ihr braucht, noch ehe ihr ihn bittet.
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Wir sind immer -
auch wenn wir es in unserem frommen Denken
noch nicht erkannt haben,
ziemlich nah an der Beschaffenheit eines glimmenden Dochtes,
oder eines geknickten Rohres, oder eines dornigen Strauches.
Aber hier will der Ewige wohnen:
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Jesaja 57, 14-15
14 Und er spricht:
Machet Bahn, machet Bahn!
Bereitet den Weg,
räumt die Anstöße
aus dem Weg meines Volks!
15 Denn so spricht der Hohe und Erhabene,
der ewig wohnt, dessen Name heilig ist:
Ich wohne in der Höhe und im Heiligtum
und bei denen,
die zerschlagenen und demütigen Geistes sind,
auf dass ich erquicke den Geist der Gedemütigten
und das Herz der Zerschlagenen.
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Und in Matthäus 11, 25-30 steht, wie dies zugeht.
Lasst uns "ihm" Bahn machen, nicht den Worten von Menschen.
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🙏
"Vater, du weißt was ich brauche.
Vermutlich ein gutes Gedächtnis stets an deine Güte,
an deine Gnade zu denken, an deinen Sohn Jesus Christus.
An den guten Hirten, der mir volle Genüge geben will und wird.
Ach, es ist ein Elend, wenn wir auf uns sehen.
Wenn wir dann so schnell reden.
Es tut uns leid, dass wir dich damit nicht ehren.
Vergib uns unsere Schuld durch deine Vergebung im Sohn am Kreuz.
Wie wolltest du uns mit ihm nicht alles schenken.
So lass deine Gnade heute mit uns sein,
das wir bewusst mit dir leben und acht auf unsere Worte haben.
Dazu schenke uns auch eine Wachsamkeit."
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Sei nicht schnell mit deinem Munde und lass dein Herz nicht eilen,
etwas zu reden vor Gott; denn Gott ist im Himmel und du auf Erden;
darum lass deiner Worte wenig sein.
Prediger 5, 1
Der Lehrtext:
Jesus spricht: Euer Vater weiß, was ihr braucht, noch ehe ihr ihn bittet.
Matthäus 6, 8
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Danke, für das Lesen. 💐
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