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Stückwerkhafte Gedanken zur Losung am 4.3.2026
Habe deine Lust am HERRN;
der wird dir geben, was dein Herz wünscht.
Psalm 37, 4
Der Lehrtext:
Wenn nun ihr, die ihr doch böse seid, dennoch euren Kindern
gute Gaben zu geben wisst, wie viel mehr wird euer Vater
im Himmel Gutes geben denen, die ihn bitten!
Matthäus 7, 11
Der Psalm zeigt den Unterschied zwischen den Folgen der Gerechtigkeit
und der Ungerechtigkeit. Die Folgen der Sünde und die Folgen des Bleibens
vor Gott. Unsere Begrenztheit, nur zu sehen, was vor Augen ist.
Und oft erscheint uns irrtümlicherweise der Weg der Menschen,
die Gott nicht von Herzen vertrauen, gerader und besser.
Sie haben mehr auf dem Konto, weil sie besser mit der Klugheit
dieser Welt umgehen können. Dabei verwechseln wir Haben mit Segen.
Aber die Kinder des Lichts, sie bleiben, während der Mensch, der
Gott nicht vertraut, über den Tod hinaus keine Zukunft bei Gott hat.
Die Frommen, die Gerechten, es sind _n_i_c_h_t_ jene, die sich für
fromm und gerecht halten, sondern jene, die um ihr Elend vor Gott wissen,
und sich auf die Gnade und Barmherzigkeit Gottes gründen.
Sie können _n_i_c_h_t_ im Hinblick auf die Menschen sagen,
die ohne Gott leben:
___"Gott ich danke dir, dass ich nicht so bin wie sie",___
___"Schau, ich bin doch ein guter Mensch!"___
Das können die Elenden nicht sagen, sondern sie sprechen
allezeit: ___"Gott sei mir Sünder gnädig!"___
Also sehen sie auch nicht herab auf die anderen. Denn sie wissen,
allezeit hängt ihr Leben am seidenen Faden der Gnade, allezeit ist
ihr Herz wie ein glimmender Docht und wie ein geknickter Stab.
Aber der seidene Faden der Gnade ist ein geistlicher Faden,
er ist stärker als das dickste Metallseil, dass die Welt herstellen kann.
Und die Gnade Gottes, deren behutsamer Hauch jeden
glimmenden Docht zum hellen Feuer der Anbetung entflammen kann,
sie kommt direkt aus dem Herzen Gottes, und ist unzerstörbar.
Wenn nur der Mensch sein Herz zu Gott hält, wenn er mit ganzer Kraft und
allem Vermögen Gott lieb hat - das hat er nicht in der Tasche - sondern
darin vertraut mit ganzem Herzen der Gnade Gottes. Sonst hat er ja nichts.
Der Psalm 37 endet mit den Versen:
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Psalm 37, 28-31
28 Denn der HERR hat das Recht lieb und verlässt seine Heiligen nicht.
Ewiglich werden sie bewahrt, aber das Geschlecht der Frevler
wird ausgerottet.
29 Die Gerechten werden das Land ererben und darin wohnen allezeit.
30 Der Mund des Gerechten spricht Weisheit, und seine Zunge
redet das Recht.
31 Das Gesetz seines Gottes ist in seinem Herzen; seine Tritte gleiten nicht.
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Ist das nicht ein Grund zur Freude?, ein großer Grund zur großen Freude?
Liest du schon weiter oder hältst du inne und freust dich über den,
der dich mehr liebt als sich selbst?
Was gilt dein Glaube, wenn du so eilst und nicht vor ihm zur Ruhe kommst?
Wenn du nicht dankbar seine vielen Barmherzigkeiten in deinem Herzen
vorüber ziehen lässt und in von Herzen dankst und dich über ihn freust?
Wenn wir mit Gott leben dann lässt er uns Dinge gelingen. Eile mit Weile
meint hier, nicht in eigener Kraft und nach eigener Weisheit loszustürmen,
sondern vor ihm still zu werden, zu prüfen und ihn um Hilfe zu bitten.
Die Situation in seine Hand legen, in der Ruhe bleiben, bis er die Gewissheit
ins Herz gibt. Dabei auch offen sein für sein Wirken.
Nicht uns krampfhaft hat an unseren Vorstellungen festhalten.
E gibt einen Satz im alten Testament, wenn der da steht,
dann weiß man, dass jetzt etwas kommt, was nicht sein sollte.
___"... dachte in seinem Herzen"___
David dachte in seinem Herzen:
___"der Saul wird mich noch fangen und töten"___ und dann: Irrwege
Aber die Geschichte fing viel früher an:
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1. Mose 3, 6
Und die Frau sah, dass von dem Baum gut zu essen wäre und dass er
eine Lust für die Augen wäre und verlockend, weil er klug machte.
*
1.Mose 4, 6-7
6 Da sprach der HERR zu Kain: Warum ergrimmst du?
Und warum senkst du deinen Blick?
7 Ist’s nicht so: Wenn du fromm bist, so kannst du frei den Blick erheben.
Bist du aber nicht fromm, so lauert die Sünde vor der Tür,
und nach dir hat sie Verlangen; du aber herrsche über sie.
*
1. Mose 6, 5-6
5 Als aber der HERR sah, dass der Menschen Bosheit groß war auf Erden
und alles Dichten und Trachten ihres Herzens nur böse war immerdar,
6 da reute es den HERRN, dass er die Menschen gemacht hatte auf Erden,
und es bekümmerte ihn in seinem Herzen, …
*
1. Mose 11, aus Vers 4
Wohlauf, lasst uns eine Stadt und einen Turm bauen, dessen Spitze
bis an den Himmel reiche, dass wir uns einen Namen machen;
denn wir werden sonst zerstreut über die ganze Erde.
*
1. Mose 12, 12
12 Wenn dich nun die Ägypter sehen, so werden sie sagen:
Das ist seine Frau, und werden mich umbringen und dich leben lassen.
*
1. Mose 13, 10
10 Da hob Lot seine Augen auf und sah die ganze Gegend am Jordan,
dass sie wasserreich war. Denn bevor der HERR Sodom und Gomorra
vernichtete, war sie bis nach Zoar hin wie der Garten des HERRN,
gleichwie Ägyptenland.
*
1. Mose 15,
2 Abram sprach aber: Herr HERR, was willst du mir geben? Ich gehe dahin
ohne Kinder und mein Knecht Eliëser von Damaskus wird mein Haus besitzen.
3 Und Abram sprach: Mir hast du keine Nachkommen gegeben;
und siehe, einer aus meinem Haus wird mein Erbe sein.
4 Und siehe, der HERR sprach zu ihm: Er soll nicht dein Erbe sein, sondern
der von deinem Leibe kommen wird, der soll dein Erbe sein.
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Das könnte jetzt noch eine ziemlich lange Ansammlung von Gedanken
der Menschen geben, was sie in ihrem Herzen dachten.
Einer der gravierendsten Sätze war wohl Jerobeams des Ersten:
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1.König 12, 26
Und Jerobeam dachte in seinem Herzen:
Das Königtum wird nun wieder an das Haus David fallen.
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Das führte zum Aufstellen zweier goldener Kälber im Nordreich
dem "Haus Israel", und es war der Beginn seines Untergangs.
___"Gott stellt aber unserem Denken sein Denken entgegen!"___
Das können wir besonders bei Abraham sehen.
"... der von deinem Leibe kommen wird, der soll dein Erbe sein."
In der Schrift stellt Gott seine Gedanken der Wahrheit,
der Gerechtigkeit und Barmherzigkeit unseren Gedanken entgegen.
Und wir brauchen seine Worte. Wir haben sie bitter nötig.
Denn diese Welt ist ständig dabei uns umzuerziehen. Ständig
richtet sie unsere Blicke auf das Sichtbare, auf das Vergängliche.
"Du bist, was du ansiehst!", damit meine ich, das was du ansiehst,
das nimmt Raum ein in deinen Gedanken, es fängt an dich zu beherrschen,
du wirst sein Knecht. Du gerätst in eine Abhängigkeit.
Menschen, die mit Jesus leben, die aus Gottes Herzen in ihr Herz
Gottes Wort aufnahmen, seinen "Retternamen" anriefen und ihm
seine Auferstehung glaubten, oft nur mit einem Senfkornglauben,
sie erlebten sein Wirken in ihrem Leben, und wurden mit Gottes
Wahrheit, Gerechtigkeit und Barmherzigkeit konfrontiert.
Der Geist Gottes zeugte sie von oben her neu. Neu, von oben her geboren,
unfassbar aber wunderschön. Und auch schmerzhaft, weil das Licht
seiner Gnade auf unser dunkles Herz fällt, und das ist alles andere als rosig.
Und wir landen in einem Zerbruch, in einem Elend. Denn der "gute" Mensch,
wie und was wir von uns dachten, den gibt es nicht.
So ist die große Freude mit Gott auch immer verwoben, mit dem Wissen
unserer totalen Unfähigkeit Gott zu lieben. "In dieser Spannung leben wir."
Tod und Leben sind in uns gleichzeitig am Wirken. Aber der Tod,
er ist verschlungen in den Sieg Jesu am Kreuz auf Golgatha.
Und so sind wir dort zu einer Freiheit geboren worden, und je enger wir
uns in dieser Freiheit mit Jesus verbinden, ihm vertrauen, unsere
Herzensaugen auf ihn gerichtet haben, ums so größer ist diese Freiheit.
Es ist die Freiheit am Weinstock zu hängen. An einem ewigen Weinstock,
aus dem täglich geistliches Leben in uns fließt, uns in großer Freude
erhält, und das mitten in allen Gründen der Traurigkeiten.
Und je mehr wir uns an die Worte Jesu binden, sie tun, seine Gebote lieben,
umso fester wird das Herz.
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Psalm 37, 23-27
23 Von dem HERRN kommt es, wenn eines Mannes Schritte fest werden,
und er hat Gefallen an seinem Wege.
24 Fällt er, so stürzt er doch nicht; denn der HERR hält ihn fest an der Hand.
25 Ich bin jung gewesen und alt geworden und habe noch nie den Gerechten
verlassen gesehen und seine Kinder um Brot betteln.
26 Er ist allezeit barmherzig und leiht gerne,
und seine Nachkommen werden zum Segen sein.
27 Lass ab vom Bösen und tue Gutes, so bleibst du wohnen immerdar.
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Und so geschieht aus uns heraus der Glaube, den Gott in uns durch Jesus
begann und zu einem guten Ende bringen wird.
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Psalm 37, 3-7
3 Hoffe auf den HERRN und tue Gutes, bleibe im Lande und nähre dich redlich.
4 Habe deine Lust am HERRN; der wird dir geben, was dein Herz wünscht.
5 Befiehl dem HERRN deine Wege und hoffe auf ihn, er wird’s wohlmachen
6 und wird deine Gerechtigkeit heraufführen wie das Licht
und dein Recht wie den Mittag.
7 Sei stille dem HERRN und warte auf ihn.
Entrüste dich nicht über den, dem es gut geht, der seinen Mutwillen treibt.
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Jetzt sind wir wieder bei der Stille vor Gott angelangt. Weile ohne Eile!
bei dir wir uns auf das Unsichtbare ausrichten! Ein Sein vor ihm, ganztäglich,
allezeit im Gebet und in Freude. Eine Wachsamkeit, alle Umerziehungs-
gedanken der Welt und unseres Herzens wahrzunehmen
und sie gefangen zu nehmen unter dem Gehorsam Jesu.
Und das tun wir alles im Hinblick auf Jesus, im "hinblicken" auf Jesus,
in dem wir den guten Vater sehen, der sich durch ihn ganz zeigt:
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Matthäus 7, 11
Wenn nun ihr, die ihr doch böse seid, dennoch euren Kindern
gute Gaben zu geben wisst, wie viel mehr wird euer Vater
im Himmel Gutes geben denen, die ihn bitten!
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Und schon breitet sich Freude in uns aus, wir glauben Jesu Worte,
wir freuen uns über unseren guten Vater im Himmel, und bitten ihn.
Wir bitten ihn um Weisheit und er macht uns keine Vorwürfe.
Wir bitten ihm um seinen Heiligen Geist und er ist da. Er wird uns anleiten!
Uns mit unaussprechlichem Seufzen vertreten, selbst dafür ist gesorgt!
So geht es uns doch - im Licht seiner Wahrheit gesehen - doch gut!
Nicht wahr? - Ja!
*
🙏
"Vater, guter Vater, treuer gütiger Vater,
was sind wir doch was haben wir auf dieser ganzen Erd,
das uns, o Vater, nicht von dir allein gegeben werd?' *
Danke für diesen neuen Morgen, danke für all deine Barmherzigkeiten
ohne Ende, für dein durchbohrtes Herz und deine durchbohrten Hände,
für Jesus deinen Sohn.
In ihm gibst du dich selbst, als Schild und sehr großen Lohn.
Berühre, führe uns an deinem Wort, dass unser Herz das Licht nicht verliere,
dass es bleibe an deinem verordneten Zufluchtsort, an Jesus allein."
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Habe deine Lust am HERRN;
der wird dir geben, was dein Herz wünscht.
Psalm 37, 4
Der Lehrtext:
Wenn nun ihr, die ihr doch böse seid, dennoch euren Kindern
gute Gaben zu geben wisst, wie viel mehr wird euer Vater
im Himmel Gutes geben denen, die ihn bitten!
Matthäus 7, 11
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Danke, für das Lesen. 🌹
(* aus Paul Gerhards Lied: Nun aufwärts froh den Blick gewandt!)
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