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Stückwerkhafte Gedanken zur Losung am 24.12.2025
Gerechtigkeit und Recht
sind deines Thrones Stütze,
Gnade und Treue
treten vor dein Angesicht.
Psalm 89, 15
Der Lehrtext:
Das Wort ward Fleisch
und wohnte unter uns,
und wir sahen seine Herrlichkeit,
eine Herrlichkeit
als des eingeborenen Sohnes vom Vater,
voller Gnade und Wahrheit.
Johannesevangelium 1, 14
Wir erkennen stückwerkhaft.
Keiner weiß alles, keiner kann alles verstehen.
Selbst die Liebe Gotte erkennen wir nur stückwerkhaft.
+++++++
Johannesevangelium 17, 3
3 Das ist aber das ewige Leben,
dass sie dich,
der du allein wahrer Gott bist,
und den du gesandt hast,
Jesus Christus, erkennen.
+++++++
Wir neigen aber dazu,
uns ein Bild oder viele Bilder zu machen.
Und ich vermute stark,
das tun wir immer.
Wie oft haben Eltern
sich ein Bild gemacht von ihrem Kind.
Ein Bild, aus welchem das Kind regelmäßig herauswächst,
ein Bild, dem es wahrscheinlich nie entsprochen hat.
"Mama - ich bin kein Kind mehr!"
Kennen wir das?
"Denken wir das aufgrund unseres Alters und Erfahrung
auch manchmal, wenn es unseren Glauben betrifft?"
Wir schaffen uns Bilder,
sie haben eine Art Absolutheit an sich.
Und diese Bilder verändern uns
und auch sie selbst,
sie generieren sich neu,
sie erzeugen oder entwickeln sich,
zu einer gewissen absolutistischen Wirksamkeit.
Es kann im Fanatismus gipfeln.
Dann ist man dabei,
mit seinem Bild eins zu werden.
Das geschieht dann, wenn das Bild
in unserem Inneren
an der falschen Stelle hängt oder liegt.
Wenn es vergöttert wird.
Wenn es auf dem Bestimmerplatz unseres Herzens ist.
Es hat aber immer mit unserem Kern,
unserer Identität, zu tun.
Das kann etwas ganz Großes sein,
die Identität der Herkunft,
der Religionszugehörigkeit,
die Geschlechtsidentität,
die Hautfarbe,
eine Mitgliedschaft …
aber
es kann auch ganz weit in den
Mikrokosmos unseres Alltags eindringen,
in die kleinen Augenblicke.
*
Ich rede von einer Hilfe,
uns zu verstehen,
Ich rede nicht davon,
dass es ein Werkzeug gibt,
nicht zu sündigen
oder ein besserer Mensch zu werden.
Denn das ist uns bereits gegeben:
Nämlich im Zustand des Bleibens
auf Jesus am Kreuz auf Golgatha sehen.
Von seinem Geist neugeboren zu werden
von oben her zu einer lebendigen Hoffnung.
Ich rede aber davon,
zu erspüren, einer Spur nach zu gehen,
was da in uns falsch läuft.
Es geht aber nicht um Perfektion.
Es geht vielmehr um das befreite erlöste Verhältnis
in dem ich lebe, durch die Gnade Gottes.
Auf ewig gerettet und geliebt zu sein,
allein aufgrund seiner Gnade.
*
Ein in mir manchmal bestimmendes Bild kann sein,
dass es mir sehr unangenehm ist,
zu spät zu einem Termin zu kommen.
Deswegen hetze ich,
deswegen nehme ich Hetze
und daraus entstehende Probleme in Kauf.
Vielleicht fahre ich zu schnell mit dem Auto,
renne zu schnell über einen Platz und stürze … .
Und ich könnte ja in Zukunft
dafür sorgen, dass das nicht wieder vorkommt.
Das Bild ist: Ich will mir
vor mir selbst, nichts zu schulden kommen lassen.
Aber auch nicht vor den anderen blöd dastehen.
Was aber sagt Jesus dazu?
Er könnte sagen:
"Es stimmt, du bist zu spät dran,
aber - es geht um mich und nicht um dich,
auch hier möchte ich dein König sein."
"Du bist ganz allein vor mir und nicht den Menschen.
Komme in Würde zu spät,
und gestehe deine zeitliche Schlamperei ein."
"Lass dein Bild los
und merke es dir für das nächste Mal."
Auch das ist ein Sterben im Kleinen.
*
Ein Bild ist:
Wie der oder jener Mensch,
oder auch ich selbst,
zu sein hat.
Und dann gibt es Probleme.
Denn je mehr das Bild in der Mitte ist,
umso mehr bin ich dem Bild ausgeliefert.
Es geschehen Dinge,
die meiner Vorstellung nicht entsprechen,
so werde ich ungeduldig, unfreundlich,
und haue auf irgendeine Weise.
Ich versuche den anderen zu verbiegen,
an mein Bild anzupassen.
Zu manipulieren ...
Auch auf mich selbst kann ich dabei hauen.
Das kann u. a. auch in eine Depression ausarten,
ein hauen auf sich selbst. Nach innen.
Weil Bilder nicht stimmen,
eine große Diskrepanz, ein großer Widerspruch
in meinem Innern.
Es kann auch eine Resignation, ein Nachtrauern
meiner Vorstellungen sein,
eine Traurigkeit,
in der ich die Trennung von meinem Bild
versuche zu verarbeiten.
*
Ein Bild ist: Meine Herkunft.
Der Stolz "aus dem oder jenem Land zu sein".
Es wird aber zu einem Bild,
das anfängt über uns zu herrschen,
wenn wir es in die Mitte stellen,
auf dem Bestimmerplatz,
der eigentlich Gott _a_l_l_e_i_n_e_ zusteht.
Vielleicht will ich dabei,
"dass mein Land höher ist" als andere Länder.
Das es groß wird, dass es "Erster" ist.
Unsere Bilder, wenn wir sie in die Mitte legen,
fangen wir an um sie zu kreisen.
Wir kreisen immer um irgendetwas.
Irgendetwas, dass uns - so denken wir -
auszufüllen vermag.
Aber Gott allein kann uns wirklich ausfüllen.
Er allein weiß wirklich, was fehlt,
was wir brauchen.
*
Ein Bild ist:
Meine Religionszugehörigkeit.
Auch das fängt uns an zu bestimmen,
wenn wir diese in die Mitte unseres Herzens stellen.
Denn dort ist der Kernpunkt.
Die Willenszentrale,
der Bestimmerort.
Und wenn ich dort meine Religionszugehörigkeit
hingelegt habe,
und das muss ja schließlich die "richtige" sein,
denn ich glaube ja nicht an "falsches".
Dann, so sagt der Verstand ins einer kurzen Logik;
müssen ja die anderen falsch liegen.
Derweil könnten die unterschiedlichen Bilder
mancher christlichen Religion durchaus im Thronsaal hängen,
wenn das Lamm dabei alleine auf dem Thron sein dürfte.
Aber genau das wollen sie nicht.
Sie wollen immer selbst mit auf den Thron.
Nicht alle, aber viele.
So geht das aber nicht.
Auf dem Thron ist das Lamm allein mit seiner Gnade.
*
Warum sage ich nicht allgemein Herz,
sondern Bestimmerort im Herzen?
Weil Gott nicht verboten hat,
dass wir Dinge in unserem Herzen tragen.
Im Gegenteil.
Aber es ist entscheidend,
wo wir es darin tragen.
Stell dir vor,
dein Herz hat viele Kammern
und eine ist größer als alle anderen.
Sie ist der Thronsaal.
An den Wänden hängen Bilder,
von Dingen, die uns wichtig sind,
und die dürfen da auch hängen.
Beispielsweise die Eltern,
die Geschwister, Erlebnisse,
Erkenntnisse, Hobbys …, der Ehemann,
die Ehefrau, liebe Menschen … .
Und da ist da der Thron.
Er ist der Bestimmerplatz.
Und nun bitte ich das zu prüfen:
Der Bestimmerplatz,
den hat Gott reserviert für sich,
er will dort als Lamm regieren.
Aber tut er das in einer Rüstung?
Nein, er tut das schutzlos als Lamm.
Das ist hier eine Parallele zu Jesus als Baby.
Das Baby ist nicht das Lamm,
es wird aber zum Lamm Gottes
am Kreuz auf Golgatha.
aber hier, in der Krippe,
da ist es in einer verordneten Hilflosigkeit.
Und so ist auch Jesus, als Lamm in uns,
in einer verordneten Hilflosigkeit.
Aber seit dem Sündenfall
sitzt da das Ego,
das ständig Dinge auf diesen Thron legt.
Der Thron aber
er ist unsere Identität.
Greift man etwas an, was wir hier hin legen,
werden wir lieblos, wild, abwertend,
gehen in Distanz, verachten wir, verlassen wir,
hauen wir.
Wir fühlen uns in unserer Ehre gekränkt.
Das alles spielt sich in Sekunden ab.
Nur wenn wirklich das Lamm da ist,
und es kann nur _a_l_l_e_i_n_e_ da sein,
sonst ist es nicht da,
dann muss ich nicht hauen.
Denn seine Schwachheit ist stärker als alles andere,
mit ihm besitze ich in gewisser Weise den Himmel,
ich habe Anteil im Glauben an Jesus Christus
und bin mit ihm verborgen in Gott.
Wenn also meine Schwachheit,
die ich erst im Licht seiner Wahrheit erkennen kann,
und seine Schwachheit zusammen kommen,
entsteht Glück.
Ein Gelingen Gottes in meinem Herzen.
Wir aber, täten gerne Dinge auf den Thron legen,
"dazu" legen.
Und denken, dass Gott das akzeptiert.
Das tut er aber nicht.
Er erduldet es, er akzeptiert es aber nicht.
Denn was immer wir auf diesen Bestimmerplatz legen,
es wird uns beherrschen.
Es wird zur Sünde in diesem Moment.
Es ist noch keine Sünde, wenn in
dem Thronsaal meines Herzens
ein Bild von meinem Kind hängt.
Lege ich es aber auf dem Thron,
dann vergötze ich es.
Es wird wichtiger als Gott.
Gleichzeitig überfordere ich mein Kind,
gleichzeitig verlasse ich die Gnade.
Und von daher passiert folgendes:
Gott hat keine Gemeinschaft mit Sünde.
Das Lamm _z_i_e_h_t___n_i_c_h_t_ mit meinem Bild,
oder was immer ich auf diesen Platz
lege,
an einem Strick.
Es wird nicht Gehilfe meines Bildes.
Es lässt sich nicht vereinnahmen.
Jesus lässt sich nicht vereinnahmen.
Und wir begeben uns plötzlich in ein Bild,
das wir uns von Jesus machen.
Nicht mehr Jesus selbst,
sondern ein "Anstatt Jesus" nimmt seinen Platz ein.
Wir sind in diesem Moment nicht mehr in der Wahrheit.
Jesus als Lamm in uns,
es verlässt den Thron.
Es mag daneben auf dem Boden liegen,
aber es ist nicht mehr Bestimmer.
In seiner Geduld bleibt es in der Nähe,
aber es steht gewissermaßen vor der Tür.
Es ist nicht mehr _a_l_l_e_i_n_i_g_e_r_ Bestimmer.
Es muss anklopfen.
Ja, kann es denn das jemals sein?
fragt man sich.
Ist das nicht eine sehr perfektionistische Sichtweise,
denn wir legen ja immer Dinge auf dem Thron.
Wie Löwenzahnsamen fliegen die Versuchungen
aus unserem Herzen, und von außen,
durch die Luft und legen sich auf unser Inneres.
Ja, das Lamm kann _a_l_l_e_i_n_i_g_e_r_ Bestimmer sein,
wenn ich umkehre und werde wie ein Kind.
Jesus spricht davon:
+++++++
Matthäusevangelium 18, 1-5
1 Zu derselben Stunde
traten die Jünger zu Jesus und sprachen:
Wer ist nun der Größte im Himmelreich?
2 Und er rief ein Kind zu sich
und stellte es mitten unter sie
3 und sprach: Wahrlich, ich sage euch:
Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder,
so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen.
4 Wer nun sich selbst erniedrigt
und wird wie dieses Kind,
der ist der Größte im Himmelreich.
5 Und wer ein solches Kind aufnimmt
in meinem Namen,
der nimmt mich auf.
*
Matthäusevangelium 10, 37-39
37 Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich,
der ist meiner nicht wert;
und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich,
der ist meiner nicht wert.
38 Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt
und folgt mir nach, der ist meiner nicht wert.
39 Wer sein Leben findet,
der wird’s verlieren;
und wer sein Leben verliert um meinetwillen,
der wird’s finden.
*
Lukasevangelium 14, 26
Wenn jemand zu mir kommt
und hasst nicht seinen Vater, Mutter,
Frau, Kinder, Brüder, Schwestern,
dazu auch sein eigenes Leben,
der kann nicht mein Jünger sein.
+++++++
Es ist eine sehr sehr ernste Sache,
nicht in das Himmelreich zukommen.
Es kostet uns unser zukünftiges und jetziges Leben.
Und was den Hass betrifft:
Es ist ja nicht gemeint,
dass wir "hasserfüllt" sein sollen,
gegenüber den Verwandten und Menschen,
gegenüber dem eigenen Leben,
sondern dass wir alles hintanstellen.
Es hat nichts auf dem Thron unseres Herzens zu suchen,
aber freilich hängen die Bilder
der Menschen, die wir lieben,
auch im Thronsaal unseres Herzens.
Aber dort sind sie nicht auf einem Bestimmerplatz.
Sie drängen sich nicht zwischen uns und Gott.
Denn zwischen uns
und der Gnade unseres Vaters
gibt es nur einen,
der sich dazwischen drängen darf
und alle Rechte dazu hat,
"Jesus"
_a_l_l_e_i_n_.
Jesus ist der verordnete Vermittler,
Jesus Christus, Vaters eingeborener Sohn.
Dazu wurde er geboren.
*
Also, wenn wir heute Weihnachten feiern,
dann wird das Feiern uns geistlich erfüllen,
wenn der Sohn als Lamm
in unserem Herzen auf dem richtigen Platz ist.
Und nicht in einer Rumpelkammer unseres Herzens,
dort neben vielen anderen verstaubten Bildern
unseres Egos.
Vielleicht haben wir unter fern liefen,
irgend einen Stall in einer unserer
hinteren Kammern, frei.
So ein bisschen glauben, ein wenig Gott.
*
Eine Herberge für Gott
Ein seltsamer Satz von Gott ist da in Jeremia 9, 1.
Gott hält es im Tempel nicht mehr aus.
Er muss einfach zu viel Lüge,
Ungerechtigkeit und Unbarmherzigkeit
am Ort seiner Anbetung ansehen.
Jeremia 9, 1
Ach dass ich eine Herberge hätte in der Wüste,
so wollte ich mein Volk verlassen
und von ihnen ziehen!
Denn es sind lauter Ehebrecher
und ein treuloser Haufe.
Diesen Schuh sollten wir uns von Zeit zu Zeit
auch anziehen, wenn der Geist Gottes
das Recht bekommt, uns die Wahrheit
über uns zu sagen.
Er verzichtet auf den Tempel,
der ja unser Körper, unser Mensch sein soll,
und würde lieber in der Wüste wohnen.
Was machte Gott.
Er fand tatsächlich eine Herberge,
draußen, auf dem Feld,
draußen, vor der Stadt mit ihrem Tempel.
Draußen, bei den geringen.
Er kam in einem Stall zur Welt.
Dort ist er aber nicht nur das niedliche Baby.
Sondern er ist auf die Erde gekommen,
hat Knechtsgestalt angezogen,
und wurde der gekreuzigte und auferstandene Herr.
Den wir von nun an nicht mehr nach dem Fleisch kennen.
Nicht mehr mit der natürlichen Erkenntnis
und Weisheit, die uns gegeben ist.
Sondern wir erkennen ihn im Geist,
den Gott in unser Herz gegeben hat,
als Unterpfand unserer Erlösung
und unserer zukünftigen Herrlichkeit.
*
Wenn wir also heute Weihnachten feiern,
dann dürfen wir das.
Nun gibt es Geschwister, die sagen,
ja, steht so nicht in der Bibel,
das Wort "Weihnachten",
ist heidnisch …
Das mag schon sein.
Aber dem geistlichen Menschen ist es geistlich.
Er füllt es mit geistlichen Inhalten.
Er heiligt sein Feiern,
darin, dass er es auf die Wahrheit
des Wortes Gottes ausrichtet.
Und die Wahrheit ist,
dass die Bedeutung dieser Geburt Jesu
aufs engste verbunden ist
mit seinem Kreuz und seiner Auferstehung.
Feiern wir nur die Menschwerdung,
die Geburt,
isoliert von Kreuz und Auferstehung,
worin sollte sie uns helfen?
Feiern wir nur das Bild,
etwa das Bild,
dass Gott Mensch wird.
Was allein sollte uns das nützen?
Was sollte Weihnachten nützen,
wenn dieses Geschehen,
diese Geburt,
nicht beglaubigt wird
durch Kreuz und Auferstehung?
Was sollte uns dieses Feiern nützen,
wenn wir nicht dabei die Freude der Erlösung,
der Errettung, die Freude über
die zahlreichen Umarmungen unseres Vaters im Himmel
bei unseren ebenso zahlreichen Umkehrmomenten
zum Kreuz Jesu Raum geben?
Und dies dann mit anderen teilen.
Im Geist haben wir immer
den Gekreuzigten und Auferstandene vor Augen,
der, durch den der Vater dem Kosmos schuf,
und der Mut hatte,
sich als verletzbares Wesen in unsere Gewalt zu begeben.
So tat er es damals in Bethlehem.
Und so will er es auch heute tun.
Jetzt.
Sich als verletzbares Lamm
in die Dunkelheit deines Herzens begeben
um dort Licht zu werden für alle Zeit und Ewigkeit.
Und das Ego?,
es ist wie ein König Herodes,
es trachtet dem Kind nach dem Leben.
Es trachtet den Worten Gottes nach dem Leben.
Deine Weisheit, dein Verstand und dein Gefühl,
sie trachten dem Lamm nach dem Leben,
sie trachten der Liebe Gottes nach dem Leben.
Nichts ist so verletzbar in dir,
als die Liebe Gottes.
Aber sei getrost,
nichts ist auch so stark wie sie.
Aber sei getrost,
nichts ist auch so geduldig
und mächtig in seiner Auferstehungskraft
als eben diese Liebe,
die unser Herz von Grund auf zu erneuern vermag.
Sie kann das,
wenn du umkehrst und wie ein Kind wirst.
Das ist keine Flucht.
Das ist ein Geschenk.
Es ist eine Freude
über Gottes gutes Denken zu dir und den Menschen.
Es ist ein Heraustreten aus der Sünde,
aus der Gebundenheit unseres Egos,
hinein in eine neue Abhängigkeit,
der seligen Unmündigkeit vor Gott.
Die da beispielsweise spricht:
"Ich glaube dir deine Liebe von Herzen.
Vater, hilf mir,
Jesus, erbarme dich meiner.
Komm in mein Herz als Lamm
und regiere auf dem Thron meines Herzens allein.
Vergib mir mein Leben ohne dich,
das Leben, das ich dir vorenthalten habe."
"Vergib mir meine Schuld
und heile meine geistlichen Gebrechen.
Mache Bahn in mir,
lass dein Licht zu mir kommen."
Und dann geschieht,
was Lukas 15 berichtet:
Der Vater läuft seinem Kind entgegen
und küsst und umarmt es.
Denn er sah es von ferne.
Nun aber kommt es zurück.
Diesen Text kann man nur im Gebet verstehen.
Mit einem Herzen, das sich nach Wahrheit sehnt.
Das ist Weihnachten in dir.
Er umarmt und küsst dich und zieht ein.
+++++++
Jesaja 57, 14-16
14 Und er spricht:
Machet Bahn, machet Bahn!
Bereitet den Weg,
räumt die Anstöße
aus dem Weg meines Volks!
15 Denn so spricht der Hohe und Erhabene,
der ewig wohnt, dessen Name heilig ist:
Ich wohne in der Höhe und im Heiligtum
und bei denen,
die zerschlagenen und demütigen Geistes sind,
auf dass ich erquicke den Geist der Gedemütigten
und das Herz der Zerschlagenen.
16 Denn ich will nicht immerdar hadern
und nicht ewiglich zürnen;
sonst würde ihr Geist vor mir verschmachten
und der Lebensodem,
den ich geschaffen habe.
+++++++
Das aber geschieht im Glauben,
wir vertrauen seinem Wort.
Wir glauben es ihm,
wir empfangen es.
Das ist keine fromme Leistung,
kein Werk.
Es ist Gabe Gottes in uns.
Geborgenheit und Glück.
Gemeinschaft mit Gott.
Der Geist regiert - nicht der Verstand.
Das Gefühl kann Helfer sein,
aber nichts kann so täuschen und lügen
wie das Gefühl und ein verbohrter Verstand.
Das Gefühl hat nur eine beratende Stimme.
Bestimmer ist der Geist Gottes,
der uns durch das Wort Gottes leitet.
Das führt nicht in eine Engstirnigkeit
sondern in eine Weite.
Zur Freiheit sind wir berufen.
Aber wohnt Jesus in uns, dann
missbrauchen wir nicht unsere Freiheit
zur Auslebung unserer Begierden.
Dann hauen wir auch nicht.
Wir sind bemüht,
den Thron freizuhalten für das Lamm allein.
Das gelingt uns nicht immer,
muss es letztendlich auch nicht.
Machen wir uns ein Bild davon,
dann verkrampfen wir.
Denn wir Menschen, wir sind in der Lage,
alles zu missbrauchen.
Wir sind bemüht,
dass wir nichts auf den Thron legen,
in die Mitte unseres Herzens,
auf den Bestimmerplatz.
Das gelingt nicht immer.
Wir leben aber nicht davon,
dass wir alles "richtig" machen,
sondern davon,
dass wir ihm seine Liebe allezeit glauben.
Nicht mit dem Kopf und dem Gefühl,
sondern mit dem Herzen.
Aber "dieses Glauben",
das kommt aus seinem guten Vaterherzen,
er schenkt und wirkt diesen Glauben in uns.
Es ist alles Gnade.
Und nichts befreit uns so sehr zur Liebe,
wie eben seine Gnade in Jesus,
dort am Kreuz auf Golgatha.
Und in dieser Antwortliebe zu ihm,
wollen wir nicht unsere Freiheit für uns,
sondern zu seiner Anbetung.
Ein Zustand der großen Freude,
die stärker ist als alles Leid.
Und so geschieht es:
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Psalm 89, 15
Gerechtigkeit und Recht
sind deines Thrones Stütze,
Gnade und Treue
treten vor dein Angesicht.
+++++++
Gottes Gerechtigkeit und Recht
stützen seinen Thron,
und sie stützen auch unser Herz.
Beständig treten Jesu Treue und seine Gnade
vor das Angesicht des Vaters.
Er ist zwischen uns und dem Vater,
er ist unser Mittler - allein.
+++++++
Johannesevangelium 1, 14
Das Wort ward Fleisch
und wohnte unter uns,
und wir sahen seine Herrlichkeit,
eine Herrlichkeit
als des eingeborenen Sohnes vom Vater,
voller Gnade und Wahrheit.
+++++++
Nur wenn du die Herrlichkeit,
den großen Schmerz und die helle Freude
am Kreuz erkennst,
kannst du auch seine Herrlichkeit wahrnehmen.
Nur dann wird Weihnachten dir ein
Fest einer unvergänglichen Freude.
So bist du geliebt und angenommen.
Befreit von Schuld, freigekauft von der Sünde,
erlöst vom Fluch des Gesetzes.
In den Armen eines dich liebenden Vaters.
Herrliche Gnade in Jesus Christus.
*
🙏
"Danke Vater,
danke für deine Güte und Treue,
deine Gerechtigkeit und dein Recht,
dass du dich in die Hände der Menschen begeben hast
in deinem Sohn Jesus Christus."
"Danke, guter Vater,
dass du dich verletzbar gemacht hast,
dass du um unseretwillen
Schwachheit angezogen hast,
eine Verletzbarkeit, eine Vergänglichkeit,
um uns
dich
in deinem Sohn Jesus Christus
zu zeigen."
"Danke Vater, dass du gekommen bist in Jesus,
um uns zu befreien, zu retten aus dem Tod."
"Danke Vater, für deine Schönheit,
die Schönheit und Zierde deiner Liebe.
Du bist unser Liebeslied in ihm."
"Hilf uns, unser Herz rein zu halten,
dass du der Bestimmer bist durch dein Wort,
durch deinen Sohn, durch deinen Geist."
"Dass wir allezeit zu dir kommen,
dem ewig sanftmütigen und demütigen Gott,
und dir unser Herz ausschütten und Vergebung erhalten.
Danke für deine Menschenliebe.
Wir rühmen deine Gnade allein."
+++++++
Gerechtigkeit und Recht
sind deines Thrones Stütze,
Gnade und Treue
treten vor dein Angesicht.
Psalm 89, 15
Der Lehrtext:
Das Wort ward Fleisch
und wohnte unter uns,
und wir sahen seine Herrlichkeit,
eine Herrlichkeit
als des eingeborenen Sohnes vom Vater,
voller Gnade und Wahrheit.
Johannesevangelium 1, 14
+++++++
Danke, für das Lesen. 💐
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