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Stückwerkhafte Gedanken zur Losung am 22.3.2026
Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.
2. Mose 20, 16
Der Lehrtext:
Ihr wisst, dass keine Lüge aus der Wahrheit kommt.
1. Johannes 2, 21
Der heutige Losungstext hat zentral mit der Haltung unseres Herzens zu tun.
Woran wir uns binden und in die Mitte unseres Wollens und Willens stellen.
Bei Mose geht es im 8. bzw. nach anderer Lesart im 9. Gebot zunächst um eine
Zeugenaussage vor Gericht. Dazu reicht in der Regel nicht "ein Zeuge".
Das wird in 5. Mose 19, 14-21 aufgeführt. Nur wenige Verse vorher.
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5. Mose 19, 15
14 Du sollst deines Nächsten Grenze, die die Vorfahren festgesetzt haben,
nicht verrücken in deinem Erbteil, das du erbst, im Lande, das dir der HERR,
dein Gott, gibt, es einzunehmen.
15 Es soll kein einzelner Zeuge gegen jemand auftreten wegen irgendeiner
Missetat oder Sünde, was für eine Sünde es auch sei, die man tun kann,
sondern durch zweier oder dreier Zeugen Mund soll eine Sache gültig sein.
16 Wenn ein frevelhafter Zeuge gegen jemand auftritt, um ihn einer
Übertretung zu beschuldigen,
17 so sollen die beiden Männer, die den Streit miteinander haben, vor den
HERRN treten, vor die Priester und Richter, die zu jener Zeit sein werden,
18 und die Richter sollen gründlich nachforschen.
Und wenn der Zeuge ein falscher Zeuge ist und ein falsches Zeugnis wider
seinen Bruder gegeben hat,
19 dann sollt ihr mit ihm tun, wie er gedachte, seinem Bruder zu tun,
damit du das Böse aus deiner Mitte wegtust,
20 auf dass die andern aufhorchen, sich fürchten und hinfort nicht mehr
solche bösen Dinge tun in deiner Mitte.
21 Dein Auge soll ihn nicht schonen: Leben um Leben, Auge um Auge,
Zahn um Zahn, Hand um Hand, Fuß um Fuß.
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Im erweiterten Sinne, also nicht nur bei Rechtsfällen gilt dies ebenfalls.
Aber bei Gericht sind falsche Zeugenaussagen besonders gravierend.
Schon manche Justiz hat durch falsche Interpretation von Indizien
und aufgrund falscher Zeugenaussagen kläglich versagt.
In absolutistisch geführten Ländern ist es gang und gäbe, sowohl die Indizien
als auch die Zeugenaussagen zu manipulieren. Beispielsweise, um politische
Gegner ermorden. Je mehr der Machtapparat Angst haben muss, seine Macht
zu verlieren, umso mehr stützt er seine Macht auf "falsches" Zeugnis.
Ist die Macht inzwischen so absolut, ist die Kontrolle total, braucht man keine
falsche Zeugen mehr, dann hat man ein Lügengesetz zum Machterhalt
geschrieben, lässt es noch juristisch aussehen, und dann tötet man einfach.
So weit war es im dritten Reich gekommen.
Bei Anarchien, gesetzlosen Zuständen, tötet man oft einfach so, denn wer
fragt danach. Um es aber zu legitimieren, trägt man irgend eine Unwahrheit
im Kopf, der man sich fanatisch verpflichtet hat. Zum Beispiel eine Ideologie,
oder eine Überhöhung eines religiösen Gedankens.
Aber oft sind sie nur eine Legitimation für die eigenen Gier und Tötungslust
und den Besitz der anderen zu stehlen.
Christen haben kein Recht zu töten, Gewalt auszuüben gegen andere.
In der Erziehung ihrer Kinder sollten sie immer bei der Wahrheit bleiben,
eine gerechte, auch für das Kind nachvollziehbare Erziehung ausüben,
und keinesfalls die Barmherzigkeit vergessen.
Sonst fällt es ihnen irgendwann auf die Füße.
Was aber die Wahrheit angeht, sie hat sehr viel mit Wahrnehmung zu tun.
Wenn wir nicht in unserer Wahrnehmung geschult sind, dann ist es auch
nicht so leicht wachsam zu sein. Dann werden wir manipuliert und leben
Unwahrheiten, gehen ihnen auf den Leim, ohne es zu merken.
Das ist heute gang und gäbe, normal geworden.
Der Feind ist nicht nur außerhalb von uns, sondern auch in uns. Alle Gebote
Gottes weisen indirekt auch immer auf dieses Feindschaft hin. Gerade
deswegen gibt er uns ja die Gebote, wie Hilfen, dass wir nicht abstürzen.
Und der Gehorsam gegenüber dem ersten Gebot ist der Schlüssel.
Bei Gericht sollte man nur das sagen, was man wirklich gesehen,
registriert hat. Was wirklich geschehen ist. Dabei ist nicht jeder Zeuge
unbedingt am selben Standort gewesen. Man hat durchaus Geschehen,
wo die Zeugen in unterschiedlicher Richtung und unterschiedlicher
Entfernung standen. Zudem kann es sein, dass die Zeugen unterschiedlich
abgelenkt waren.
Und dann kommt noch das eigene Herz dazu. Die Feigheit vielleicht, das
Wegsehen vielleicht, das "Besorgt Sein" um die eigene Sicherheit vielleicht.
Wegen mancher Dinge wurden Zeugenschutzprogramme entwickelt.
Das Thema lässt sich heute morgen nicht erschöpfend bearbeiten.
Fest steht aber, dass wir alle auf Wahrheit angewiesen sind. Egal wie sehr
gegen die Wahrheit geredet wird. Wir sind darauf angewiesen, dass die
Gesetze zum Schutz der Wahrheit funktionieren.
Was ist wahr?
Wahr kann sein, dass du umkommst, wenn du ein Stoppschild überfährst.
Wahr kann sein, dass dein Kind sich von dir abwendet, wenn du es
beständig ungerecht behandelst.
Wahr kann sein, dass du, wenn du eine falsche Aussage vor Gericht machst,
jemand unschuldig ins Gefängnis kommt oder getötet wird.
Dann klebt an deinem Leben sein Blut.
Wahr ist auch, dass es jemand gibt, der uns zur Rechenschaft zieht,
über den Tod hinaus. Woher ich es wissen will?
Weil es keinen Sinn hat, dass wir einen freien Willen haben,
ohne damit auch in einer Verantwortung zu stehen. Gäbe es diese
Verantwortung nicht, so ist alles erlaubt. An diesem Unglauben starb
die erste Menschheit und wurde bis auf 8 Seelen getötet.
Wir wissen heute, dass es viele Dinge gibt, dass vieles neu bewertet werden
werden muss, was wir früher nicht kannten oder anders sahen.
Und ja, die Erde ist rund und an den Polen etwas geglättet. Und es gibt in
unserem eigenen Mikrokosmos, dem Zusammenspiel aller Atome
unendlich viel zu entdecken. Es ist nur noch nicht alles erforscht.
Für gewöhnlich leben wir in unserem natürlichen Wesen in einem Zustand
gegen die Wahrheit. Wir sind nicht nur "nicht an sie gekoppelt", sondern wir
sind nicht mit ihr verbunden.
So verbindet Wahrheit sich niemals mit Lüge. Lüge findet in ihr keinen Platz.
Wir können versuchen, so "wahrhaftig" wie möglich zu sein,
das sieht Gott auch, aber wir haben keine "solche Kontrolle" darüber, dass
wir nicht doch einmal die Unwahrheit sagen. Das weiß Gott auch.
Es gibt aber auch Menschen, die lieben die Lüge um jeden Preis. Sie leben davon
und bereichern sich dadurch. Sie bauen ihre Macht auf die Lüge auf.
Sie kennen keine Verantwortung vor Gott, nehmen aber alle in Verantwortung,
die sie beherrschen wollen und können.
So kann keiner außer Jesus sagen, er habe nicht gelogen.
Jeder Mensch ist mit der Lüge auf irgendeine Weise verbunden. Wären wir nicht
zur Lüge fähig, bräuchte es dieses und andere Gebote nicht. Denn jede
Übertretung eines Gebotes, hat immer auch irgendwie damit zu tun, dass wir
einer Lüge Glauben schenken. Wenn wir ihr aber Glauben schenken,
so machen wir uns damit eins und werden selbst zum Lügner.
Auch das hineinreden in die Worte eines anderen, sie bewusst
anders zu verstehen und umzudrehen ist eine Form der Lüge.
Denn es ist ein Reden gegen die Wahrheit des anderen.
Im neuen Testament weist Jesus darauf hin, dass der Grundsatz "Auge um Auge"
nicht mehr gilt. Er wird jedoch nicht aufgehoben sondern verwandelt.
Denn die Lüge lebt ja, das Sündigen bleibt. Aber die Rahmenbedingungen zum
Umgang damit, sie haben sich verändert. Denn es kommt durch den
Opfertod Jesus eine umfassende Vergebung hinzu.
Wie jetzt - soll Sünde nicht mehr bestraft werden?
Doch - und auch die Regierung hat darin das Recht und die Pflicht,
ein rechtes Gericht zu sprechen.
Aber unser Denken soll ein anderes werden!
Leider machen wir dabei den Fehler, nur den Kopf zu tauschen.
Damit meine ich, wir tauschen einfach das bisherige in das neue,
und machen weiter wie bisher. So aber kann man Gott nicht gehorchen.
Denn zur "neuen Umgangsweise" brauche ich auch ein neues Herz.
Wir können nicht mit dem alten Herzen das Liebesgebot halten. Dieses
Liebesgebot gab es zwar schon im alten Testament, und da konnte es
auch nicht vollkommen gehalten werden, aber es kam mit Jesus
eine wichtige große Kleinigkeit dazu, nämlich: ein "wie ich".
Und dieses "wie ich" kann nicht gelebt werden "ohne ihn".
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Johannesevangelium 13, 34
Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt,
wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander lieb habt.
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Aber man liest die Worte Jesu meistens "ohne ihn". Man denkt, nur die
Regeln haben sich verändert. Aber so ist das nicht. Es braucht ein neues Herz.
Das Herz hat nur durch Jesus die Möglichkeit neu zu werden. Es geht tat-
sächlich um ein neues Herz. Das alte Herz ist steinern. So sagt es die Schrift.
Das neue Herz kommt in einer "Neugeburt von oben her" zustande, so wie
es Jesus in Johannesevangelium, 3. Kapitel, dem Nikodemus erklärt.
Gott schenkt bei der Umkehr, bei dem Werden wie ein Kind,
ein neues Herz, ein durchblutetes Herz, durchblutet von der Gnade,
von seinem Leben, von seinem Blut, in dem das Leben ist.
Viele haben das nicht. Man hat es ihnen eingeredet, durch mechanisierte Vorgänge.
Sie denken, dass sie es haben, aber man kann es bald sehen, dass sie aus
einer anderen Bewegung versuchen, Gott zu lieben. In ihrem Denken
gibt es Vergleiche, und so ist es für sie naheliegend, dass wer sie beurteilt
meint, dass er, der andere, etwas besseres sei.
Aber das gibt es nicht mehr in der Liebe Jesu. In Jesus ist die Einheit.
Das gibt es nicht beim Menschen, der umkehrt darin und wird wie ein Kind.
Dafür hat er gar keine Zeit und keinen Sinn, so zu denken. Wie kann er
etwas besseres sein, wenn er ausschließlich von der Gnade lebt.
Bitte, denkt über diesen Satz nach. Mit der Gnade verändert sich alles.
Denn durch sie allein zieht der Geist Gottes in unser Herz. "Er" bewirkt,
dass wir Jesus suchen und erkennt und ihn in unserer Not anrufen.
Denn Jesus _i_s_t_ die Wahrheit.
Wenn das erste Kind in die Beziehung zwischen Mann und Frau hineingeboren
wird, da ändert sich für sie alles. Sie werden zu einer Familie.
Sie sind nicht mehr nur Mann und Frau.
Noch viel stärker ist es, wenn Gott in unser Inneres hineinkommt, dort uns
von neuem gebiert, durch seinen Heiligen Geist. Es hat immer mit unserer
Verantwortung zu tun, es hat immer mit unserem Willen zu tun.
Es hat immer mit dem "wahr werden" vor ihm zu tun.
Es hat immer mit einer Umkehr und dem Werden wie ein Kind zu tun:
Haben wir da nicht alle einen Nachholbedarf?, wo wir doch alles
kopfmäßig begreifen wollen.
Gott kommt in den ganzen Sinn. Und er kommt in Schwachheit,
in großer Schwachheit, wie auf einem jungen Eselsfüllen.
Und er ist auf die Liebe des Menschen angewiesen, dem er sich
in dieser Schwachheit anvertraut.
Manche halten einfach dafür, dass sie an Gott glauben, an Jesus glauben,
weil sie als Säugling getauft wurden, später Erst-Kommunion, Firmung und
Konfirmation erlebt haben.
Aber haben sie auch den inneren Zerbruch erlebt, von dem Jesaja 57, 15
schreibt? Haben sie die völlige ganze Absage Gottes an unser Ich, an unser Ego.
Das uns nichts bleibt als die Gnade Jesu und die Wahrheit Jesu allein.
Denn wer an Jesus hängt, er liebt nicht mehr die Welt. Liebst du die Welt
und was in ihr ist? Wie kannst du dann Gott lieben?
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1. Johannesbrief 2, 15
15 Habt nicht lieb die Welt noch was in der Welt ist.
Wenn jemand die Welt lieb hat, in dem ist nicht die Liebe des Vaters.
16 Denn alles, was in der Welt ist, des Fleisches Lust und der Augen Lust
und hoffärtiges Leben, ist nicht vom Vater, sondern von der Welt.
17 Und die Welt vergeht mit ihrer Lust; wer aber den Willen Gottes tut,
der bleibt in Ewigkeit.
18 Kinder, es ist die letzte Stunde! Und wie ihr gehört habt, dass der Antichrist
kommt, sind jetzt viele Widersacher Christi aufgetreten; daran erkennen wir,
dass es die letzte Stunde ist.
19 Sie sind von uns ausgegangen, aber sie waren nicht von uns.
Denn wenn sie von uns gewesen wären, so wären sie ja bei uns geblieben;
aber es sollte offenbar werden, dass sie nicht alle von uns sind.
20 Doch ihr habt die Salbung von dem, der heilig ist, und habt alle das Wissen.
21 Ich habe euch nicht geschrieben, als wüsstet ihr die Wahrheit nicht,
sondern ihr wisst sie und wisst, dass keine Lüge aus der Wahrheit kommt.
22 Wer ist ein Lügner, wenn nicht der, der leugnet, dass Jesus der Christus ist?
Das ist der Antichrist, der den Vater und den Sohn leugnet.
23 Wer den Sohn leugnet, der hat auch den Vater nicht;
wer den Sohn bekennt, der hat auch den Vater.
24 Was ihr gehört habt von Anfang an, das bleibe in euch.
Wenn in euch bleibt, was ihr von Anfang an gehört habt,
so werdet ihr auch im Sohn und im Vater bleiben.
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Wenn Jesus in uns lebt, Herr, Bestimmer ist, so wissen wir um die Wahrheit, die
er selbst ist. Und wir wissen um die Lüge, auch die Lügen, die in uns aufstehen,
und wollen, dass wir auf sie hören. Jesus setzt gegen die Lüge das Wort Gottes,
seine Worte. Dazu sind wir aufgerufen und das ist unser tägliches Geschäft,
die Worte Christi reichlich in uns wohnen zu lassen.
Auf Jesus sehen und uns an ihm zu freuen und in seinen Werken,
die der Vater vorbereitet hat, in Dankbarkeit zu leben.
Und dazu gehört keines falls die Lüge, sondern ein allen Menschen wohlwollendes
Wesen, dass die Liebe Jesu spiegelt.
*
🙏
"Danke, lieber Vater, dass du uns berührt hast mit deiner Liebe,
mit deiner Wahrheit, keine Lüge kommt von dir. Du schenkst Klarheit und Güte.
Wir erkennen dich in deinem Sohn und wissen woran wir mit dir sind.
Du bist voller Gnade, die du in Wahrheit, Gerechtigkeit und großer Barmherzigkeit
an und in uns ausleben willst und wirst.
Danke für deine Schönheit, dein Wohlwollen, deine Treue, deine Geduld,
uns gegenüber. Danke, dass du dich auch über uns freust. Herzlichen Dank.
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Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.
2. Mose 20, 16
Der Lehrtext:
Ihr wisst, dass keine Lüge aus der Wahrheit kommt.
1. Johannes 2, 21
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Danke, für das Lesen. 🌼
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