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Stückwerkhafte Gedanken zur Losung am 21.12.2025
Meine Hand hat alles gemacht,
was da ist, spricht der HERR.
Ich sehe aber auf den Elenden
und auf den,
der zerbrochenen Geistes ist
und der erzittert vor meinem Wort.
Jesaja 66, 2
Der Lehrtext:
Als aber erschien
die Freundlichkeit und Menschenliebe Gottes,
unseres Heilands,
machte er uns selig –
nicht um der Werke willen,
die wir in Gerechtigkeit getan hätten,
sondern nach seiner Barmherzigkeit.
Titus 3, 4-5
Gott fragt in Jesaja 66, 1f sinngemäß nach.
"Ihr Menschen,
wenn doch der Himmel mein Thron ist,
und die Erde der Schemel meiner Füße,
meint ihr denn,
ihr könntet mir ein Haus bauen?
Oder denkt ihr, ihr könntet mir eine Stätte zubereiten,
da ich ruhen sollte?
Hat nicht meine Hand alles gemacht?
Alles, was da ist?"
Ich möchte diesen Gedanken strecken mit Interpretationen
aus anderen Bibelstellen:
"Meint ihr wirklich,
ihr könntet mir in Wahrheit etwas schenken?
Sagte ich euch nicht,
dass ich keine Geschenke annehme?"
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5. Mose 10, 17
16 So beschneidet nun die Vorhaut eurer Herzen
und seid hinfort nicht halsstarrig.
17 Denn der HERR, euer Gott,
ist der Gott aller Götter
und der Herr über alle Herren,
der große Gott,
der Mächtige und der Schreckliche,
der die Person nicht ansieht
und kein Geschenk nimmt
18 und schafft Recht den Waisen und Witwen
und hat die Fremdlinge lieb,
dass er ihnen Speise und Kleider gibt.
19 Darum sollt ihr auch die Fremdlinge lieben;
denn ihr seid auch Fremdlinge gewesen in Ägyptenland.
20 Den HERRN, deinen Gott, sollst du fürchten … .
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Aber Israel das Nordreich,
hatte sein Herz nicht beschnitten.
Es hatte nicht auf Gottes Wort gehört.
Keiner der Könige des Nordreichs lebte mit Gott.
Und Jesaja musste miterleben,
wie das Nordreich weggeführt wurde.
So ist ein Großteil der 10 Stämme zerstreut in der Ferne.
Aber auch Juda wird später,
nach etwa 100-120 Jahren, weggeführt werden.
Und das hat Gott Jesaja u. a. auch offenbart.
Denn auch Juda hatte Gott verlassen,
besonders in der Zeit von Manasse.
Der war zwar
in den letzten Jahren seiner Regierung umgekehrt,
als er in Babel im Kerker saß,
und von Gott wieder als König eingesetzt worden.
Aber das Volk, dass er vorher zum Sündigen verleitete,
das kehrte wenig um.
Gott hatte zwar durch Manasses Enkel Josia
noch einmal einen besonders treuen König erweckt,
in seinen Jahren
wurden die heiligen Schriften von Mose wieder gefunden.
aber die Menschen waren bereits so
in ihrem Innern von Gott
und seinen Worten abgewichen.
Sie machten die Umkehr unter König Josia
zwar äußerlich mit,
aber nach seinem Tod verfielen sie wieder
in ihr früheres Verhalten.
Josia hatte sich als junger König vor Gott gedemütigt.
Gott hatte das damals anerkannt und sprach zu ihm:
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2. Könige 22, 19-20
19 Weil dein Herz verzagt ist
und du dich gedemütigt hast vor dem HERRN,
als du hörtest,
was ich geredet habe gegen diese Stätte
und ihre Einwohner,
dass sie sollen zum Entsetzen und zum Fluch werden,
und weil du deine Kleider zerrissen hast
und vor mir geweint hast,
so habe ich’s auch erhört,
spricht der HERR.
20 Darum will ich dich zu deinen Vätern versammeln,
dass du mit Frieden in dein Grab kommst
und deine Augen nicht sehen
all das Unheil,
das ich über diese Stätte bringen will.
Und sie sagten es dem König wieder.
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Zu dieser Zeit war Jesaja bereits tot.
Die Theologen menschlicher Weisheit
sprechen heute von verschiedenen Jesajas,
weil sie Gott nicht zutrauen, dass
er alles dem Sohn des Amoz offenbart hat.
Aber Gott offenbart sich von jeher seinen Menschen
nach seinem Ratschluss.
Und hier in unserem Text,
dem letzten Kapitel von Jesaja,
da kritisiert Gott eben die Gottesdienste.
Das "Geopfere" der Menschen zu ihm hin.
Aber mit dem Herzen sind sie woanders.
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1 So spricht der HERR:
Der Himmel ist mein Thron
und die Erde der Schemel meiner Füße!
Was ist denn das für ein Haus,
das ihr mir bauen könntet,
oder welches ist die Stätte,
da ich ruhen sollte?
2 Meine Hand hat alles gemacht,
was da ist, spricht der HERR.
Ich sehe aber auf den Elenden
und auf den, der zerbrochenen Geistes ist
und der erzittert vor meinem Wort.
3 Wer einen Stier schlachtet,
gleicht dem, der einen Mann erschlägt;
wer ein Schaf opfert, gleicht dem,
der einem Hund das Genick bricht;
wer ein Speisopfer bringt, gleicht dem,
der Schweineblut spendet;
wer Weihrauch anzündet, gleicht dem,
der Götzen verehrt:
Wahrlich, wie sie Lust haben
an ihren eigenen Wegen
und ihre Seele Gefallen hat an ihren Gräueln,
4 so will auch ich Lust daran haben,
dass ich ihnen wehe tue,
und ich will über sie kommen lassen,
wovor ihnen graut.
Denn ich rief und niemand antwortete,
ich redete und sie hörten nicht und taten,
was mir nicht gefiel,
und hatten ihre Lust an dem,
woran ich kein Wohlgefallen hatte.
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Das Volk Juda, die Oberen, die Priester
bildete sich ein,
dass ihr Volk etwas besonders sei.
Und auf gewisse Weise hatten sie ja recht.
Denn Gott hatte das Geringste
unter allen Völkern erwählt,
nämlich das ganze Israel,
in seiner großen Gnade.
Aber sie lernten nichts daraus,
was mit ihren Brüdern im Norden geschehen war.
Kann man sich etwas darauf einbilden,
was man geschenkt bekam,
und das noch unverdient?
Wenn man so handelt,
schaut man nicht auf Gott
sondern beweihräuchert man sich nur selbst.
Als hätte man etwas dazu beigetragen,
erwählt worden zu sein!
Sie bezogen das auf sich und nicht auf Gott.
Sie sahen auf sich und nicht auf Gott.
Sie sahen auf den Tempel und dachten,
Gott wohnt bei uns, bei uns steht sein Haus.
Uns kann eigentlich nichts passieren.
Aber sie fürchteten Gott nicht mit ganzem Herzen.
Was sollte Gott da noch tun,
der Krug geht solange zum Brunnen, bis er bricht.
Gott straft,
aber er tritt nicht auf den,
der am Boden liegt
und unter seiner Schuld leidet.
Gott sieht sein Herz an.
Er vergibt, aber die Folgen seiner Schuld
muss der Mensch dennoch tragen.
Jedoch will Gott ihm dabei tragen helfen.
Manches kann wieder etwas geheilt werden.
Wie z. B. bei Zachäus, der das Geld zurückgab.
Aber wie will man den Tod eines anderen Menschen
wieder gut machen?
Und die Reichen und Priester haben sicher nicht
den Witwen und ihren Nachkommen
die angeeigneten Häuser zurückgegeben.
Ohne Gotteserkenntnis steigert sich das Unrecht.
Das erleben wir heute weltweit.
Und dabei entsteht überall eine Pseudogotteserkenntnis.
Gott fügt ein "aber" ein:
+++++++
Jesaja 66, 2b
Ich sehe aber auf den Elenden
und auf den, der zerbrochenen Geistes ist
und der erzittert vor meinem Wort.
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Das passt auch sehr gut zu Jesaja 57, 15:
+++++++
Jesaja 57, 14-16
14 Und er spricht:
Machet Bahn, machet Bahn!
Bereitet den Weg,
räumt die Anstöße
aus dem Weg meines Volks!
15 Denn so spricht der Hohe und Erhabene,
der ewig wohnt, dessen Name heilig ist:
Ich wohne in der Höhe und im Heiligtum
und bei denen,
die zerschlagenen und demütigen Geistes sind,
auf dass ich erquicke den Geist der Gedemütigten
und das Herz der Zerschlagenen.
16 Denn ich will nicht immerdar hadern
und nicht ewiglich zürnen;
sonst würde ihr Geist vor mir verschmachten
und der Lebensodem,
den ich geschaffen habe.
+++++++
Hier wird das Beschneiden des Herzens
noch einmal anders formuliert:
"Macht Bahn, macht Bahn!"
Ein Umkehren.
Die in Vers 15 beschriebenen Menschen,
sie sind näher an die Wahrheit gerückt worden.
Oft rücken uns Not und Leid in die Nähe der Wahrheit,
nämlich die Wahrheit über unsere Vergänglichkeit.
Die Wahrheit unserer Hilflosigkeit vor Gott,
die Wahrheit über das Empfinden,
dass wir so gar nicht zu ihm passen.
Wir müssen klug vor Gott werden.
Wir müssten bedenken,
dass wir sterben müssen.
Aber wo wollen wir dann erscheinen,
Gott hätte gerne, dass alle Menschen bei der Hochzeit
seines Sohnes erscheinen.
Aber wie soll das gehen,
wenn seine Einladung ausgeschlagen wird?
So bleibt uns nur,
in unseren Sünden zu sterben
und an einem Ort, wo Gott nicht ist,
mit unserem Geist, mit unserer Seele zu existieren -
wie immer auch.
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Wir sollten bedenken,
dass dieser Ort schlimm sein muss.
Sonst wäre das Sühneopfer Jesu
am Kreuz nicht nötig gewesen.
……………………………………………………………………………….
Es besteht ein fester, untrennbarer Zusammenhang
zwischen der Schrecklichkeit der Sünde,
dem Einsatz Gottes am Kreuz
und dem zukünftigen Ort,
den die Bibel auch Verdammnis nennt.
Ein Ort, wo Gott keinen haben wollte,
aber Menschen sich dafür entschieden haben.
Weil wir einen freien Willen haben und
darin vor Gott verantwortlich sind.
Wir sind keine programmierten mechanische Wesen.
Das hätte Gott leichter haben können,
er hätte uns einfach
keinen freien Willen zu geben brauchen.
Dann könnten wir aber nicht lieben
Und um die Liebe geht es.
Um seine Liebe,
um die Liebe, die sich
auf Wahrheit und Gerechtigkeit gründet,
ebenso gründet sie sich auf die Barmherzigkeit.
Letzte wurde vor dem Fall in die Sünde
nur noch nicht gebraucht.
So weit uns Gott darüber Informationen zukommen lässt.
Wir hätten ja gerne Liebe ohne Wahrheit.
Aber dann könnte sie nicht sein.
Auch ohne Gerechtigkeit kann sie nicht sein.
Und ebenso wenig ohne Barmherzigkeit
in dieser gefallenen Welt.
Und so treten am Kreuz Jesu alle drei
Wesenheiten Gottes,
seine Haupteigenschaften, zusammen.
Die Wahrheit über die Sünde und das Leben,
die Gerechtigkeit, die die Sünde straft
und eine neue Gerechtigkeit ans Licht bringt,
nämlich Gottes Barmherzigkeit.
Gott ist in dieser gefallenen Welt besonders
die Barmherzigkeit wichtig.
Aber ebenso auch die Gerechtigkeit und die Wahrheit.
Sie lassen sich nicht trennen.
Wir würden das ja gerne, um darüber zu verfügen.
Aber es klappt nicht.
Am Kreuz sagt die Wahrheit:
Ja - es stimmt, der Mensch hat sein Leben verwirkt,
er ist aus der Gemeinschaft mit Gott herausgegangen,
hat keinen Anschluss mehr an Gott,
er ist nicht mehr am Leben angeschlossen,
sondern ist des Todes Eigentum geworden.
Die Gerechtigkeit sagt:
Das Handeln gegen die Wahrheit
ist verantwortungslos und verlangt,
dass es aufhört. Denn je mehr umso schlimmer.
Die Gerechtigkeit präsentiert Gebote,
damit wir erkennen, wo es lang geht.
Die Gebote sind ein Licht auf unserem Weg.
Aber, da wir nicht mehr mit dem Leben zusammen sind,
kein Bewusstsein für Gott haben,
können wir die Gebote nicht halten.
Und wollen das eigentlich auch nicht wirklich.
Das konnten wir noch nie,
und das wirft die Frage auf,
für was sind sie eigentlich da?
Nun, sie zeigen uns das Leben auf.
Wenn wir die ersten beiden Gebote halten,
werden wir befähigt, die anderen zu leben.
Aber da hapert es ja schon.
Wer kann das Gebot halten,
Gott mit ganzem Herzen zu dienen,
mit aller Kraft, mit ganzem Vermögen?
Es zeigt, dass wir einer anderen Sache bedürfen,
die uns vor Gott angenehm macht,
die uns mit ihm kompatibel macht.
Aber es kann ja nichts aus uns sein.
Es muss von Gott selbst kommen.
So verlangt die Gerechtigkeit den Kopf.
Das ist kein Rachedurst,
sondern die nüchterne Konsequenz
von Sünde. Es ist nahezu eine automatische Folge.
Sünde wirkt den Tod.
Gott ist nicht mehr da im Herzen,
sondern die Trennung von ihm ist das bestimmende,
die Zielverfehlung lässt uns entarten.
Somit ist alles aus.
Gott behält Recht.
Nicht, weil er ein Rechthaber ist,
nicht weil er partout Recht behalten will,
sondern es liegt in der Natur der Sache.
Der Mensch ist ohne Gott tot.
Einfach nur geistlich tot.
Dem Menschen ist das erst einmal egal,
denn er ist ja für geistliche Dinge tot.
Er ahnt sie auch nicht in ihrer Klarheit.
Denn was er nicht sieht oder wahrnimmt,
das gibt es nicht.
Für den Menschen gibt es gewöhnlich Gott nicht.
Wenn er guten Herzens wäre,
vielleicht streckt er sich nach Gott aus.
Also hat auch der Mensch keine Probleme mit Gott.
Wie sollte er auch.
Er ist ja für geistliche Dinge tot.
Und Gott - hat er Probleme?
Wenn er so wäre, wie wir Menschen,
dann hätte er auch keine Probleme.
Aber da ist noch etwas.
Sein barmherziges Inneres,
sein barmherziges Herz,
seine in ihm wohnende Wärme.
Da ist sein in ihm wohlwollendes Verlangen
nach Gemeinschaft mit uns Egowesen.
Seine große Menschenliebe,
die auf den Elenden sieht.
Auch auf jene elende Menschen,
die ihr Elend noch gar nicht wahrnehmen.
Auf jene sogar, die ihm den Tod wünschen.
Und er zieht seine Versprechungen nicht zurück.
Er hat Israel nicht für immer verworfen.
Mögen wir uns in unserem Intellekt
noch so sehr über die Bibel herziehen,
es wird sich alles in ihr erfüllen.
Auch das, was wir nicht verstehen.
Darum ist Gott nicht nur
Wahrheit und Gerechtigkeit,
sondern er ist auch Barmherzigkeit.
Aber in jeder seiner Eigenschaften
wohnen die beiden anderen ganz inne.
Es gibt weder eine Wahrheit ohne
Gerechtigkeit und Barmherzigkeit,
noch eine Gerechtigkeit
ohne Wahrheit und Barmherzigkeit,
noch gibt es eine Barmherzigkeit,
die ohne Wahrheit und Gerechtigkeit ist.
Wir Menschen trennen, wir wollen verstehen,
wir wollen begreifen,
und dann wollen wir danach greifen,
und es vereinnahmen.
So geht es aber nicht!
Die Barmherzigkeit aber,
sie lässt immer der Wahrheit
und der Gerechtigkeit den Vortritt.
Das ist nicht wie im irdischen,
dass das ewig dauert,
das sind nur Sekundenbruchteile,
die Wahrheit teilt mit,
das Gericht spricht die Verurteilung aus,
die Barmherzigkeit rettet.
Wenn sich der Mensch retten lässt.
Das ist kein Automatismus.
Es braucht deine und meine Umkehr.
Aber das geschieht vielfältig.
Kein Schema, außer eben dieses,
dass die Barmherzigkeit nicht gegen
Gerechtigkeit und Wahrheit streitet.
Jedoch kann sie sich durchsetzen,
sie berührt das menschliche Herz anders.
Sie verweist auf die Wahrheit und die Gerechtigkeit,
denn diese bringen die Barmherzigkeit erst zum Leuchten.
Denn verdient haben wir nichts.
Und die Barmherzigkeit verweist auf die Gnade,
denn die Gnade rettet
mittels aller drei.
Man muss das viele Male lesen,
um es zu verstehen.
Gnade und Wahrheit sind in Jesus Christus geworden.
Dem König der Gerechtigkeit,
und man darf ihn auch
den König der Barmherzigkeit nennen.
+++++++
Titus 3, 4-5
Als aber erschien
die Freundlichkeit und Menschenliebe Gottes,
unseres Heilands,
machte er uns selig –
nicht um der Werke willen,
die wir in Gerechtigkeit getan hätten,
sondern nach seiner Barmherzigkeit.
+++++++
Er macht uns selig aufgrund seiner Barmherzigkeit.
Wir konnten sie uns nicht erarbeiten.
Wir haben keine Anspruch darauf.
Was wollten wir dem bringen,
dem, der keine Geschenke annimmt?
Die Liebe, aus der wir ihn lieben,
es doch seine uns geschenkte Liebe,
sie wird im Gehorsam zu einer zu ihm
zurückkehrenden Liebe.
Und ganz nebenbei auch zu den Menschen.
Sie ist eine Rück- und Weitergabe-Liebe.
Sie ist eine Antwortliebe eines berührten Herzens.
Wie einer Frau, die Jesus in der Menge berührte
und er es merkte, und sie viel vor ihm zu Boden.
Aber er verklagte sie nicht.
Lobte er sie nicht?
Aufgrund gerade seiner
Menschenliebe und seiner Güte lassen wir
durch seine Berührung in uns Gedanken des Dankes zu.
Weißt du nicht Mensch,
dass dich Gottes Güte zur Umkehr leitet?
Wie sehr brauchen wir dieses Umkehr.
Denn all die Fehler bei anderen,
die wir sehen,
wir sehen sie ja nur,
weil wir sie aus uns selbst kennen.
Und wie schnell werden wir unbarmherzig.
+++++++
Römer 2, 1
1 Darum, o Mensch,
kannst du dich nicht entschuldigen,
wer du auch bist,
der du richtest.
Denn worin du den andern richtest,
verdammst du dich selbst,
weil du ebendasselbe tust, was du richtest.
*
Römer 2, 28-29
28 Denn nicht der ist ein Jude,
der es äußerlich ist,
auch ist nicht das die Beschneidung,
die äußerlich am Fleisch geschieht;
29 sondern der ist ein Jude,
der es inwendig verborgen ist,
und die Beschneidung des Herzens
ist eine Beschneidung, die im Geist
und nicht im Buchstaben geschieht.
Dessen Lob kommt nicht von Menschen,
sondern von Gott.
+++++++
Nicht das Gesetz leitet uns zur Umkehr,
sondern die Güte Gottes, seine Gnade
dort am Kreuz Jesu,
als dieser für unsere Sünde starb
und dem Zorn Gottes Genüge tat.
Gott hatte das Problem, und die Mühe uns
eine Rettung zu verschaffen.
Der Notausgang aus dem bevorstehenden Gericht.
Und das geschieht durch den Glauben
an seinen Sohn und dessen Erlösungswerk
am Kreuz auf Golgatha.
Das konnte nur Gott alleine tun.
Wer meint, er kann etwas dazu beitragen,
der erkennt weder die Gnade,
noch weiß er um die Schrecklichkeit der Sünde.
Denn die Sünde ist eine geistliche Kraft, eine Macht
aus einer ganz anderen -
ja was soll man da sagen,
kein Wort trifft es für sich:
"Bereich, Dimension, Zustand, Welt",
sie ist dem Zugriff menschlicher Geräte entzogen."
Ein Wesen der Sünde ist,
dass sie sogar sich selbst manipulieren kann,
durch uns machen wir sie schön.
Solange die Feierlaune besteht,
wo sich Lust und Gier satt tun.
Dann aber kommt die Rechnung, der hohe Preis.
Das Leben. - Game Over! - Verloren".
Nur das unser Leben kein Spiel ist,
sondern ein verordneter Zustand,
um das ewige Leben zu finden.
Kehren wir aber nicht um und werden wie die Kinder,
Dann haben wir nicht nur verloren,
sondern dann ist unsere Verlorenheit zementiert.
Dort sind wir hin eingewickelt worden,
einbetoniert durch die Regentschaft unseres Egos,
das ein Handlanger der Sünde ist.
Unser sündiges Herz.
Das aber wollte Gott nicht.
Er hilft sich selbst aus der Not,
die die Menschen sich bereitet haben.
Die Menschen haben sich Not und Tod bereitet.
Sie gehen verloren.
Gott will das nicht.
Er hat das Problem, uns zu retten.
+++++++
Römer 3, 21-27
21 Nun aber ist ohne Zutun des Gesetzes
die Gerechtigkeit,
die vor Gott gilt, offenbart,
bezeugt durch das Gesetz
und die Propheten.
22 Ich rede aber von der Gerechtigkeit vor Gott,
die da kommt
durch den Glauben an Jesus Christus zu allen,
die glauben.
Denn es ist hier kein Unterschied:
23 Sie sind allesamt Sünder
und ermangeln des Ruhmes,
den sie vor Gott haben sollen,
24 und werden ohne Verdienst
gerecht aus seiner Gnade
durch die Erlösung,
die durch Christus Jesus geschehen ist.
25 Den hat Gott für den Glauben hingestellt
zur Sühne [3]
in seinem Blut
zum Erweis seiner Gerechtigkeit,
indem er
die Sünden vergibt,
die früher begangen wurden
26 in der Zeit der Geduld Gottes,
um nun,
in dieser Zeit, seine Gerechtigkeit zu erweisen,
auf dass er allein gerecht sei
und gerecht mache den,
der da ist aus dem Glauben an Jesus.
27 Wo bleibt nun das Rühmen?
Es ist ausgeschlossen.
+++++++
Aber genau das, das Rühmen,
das geht uns gegen den Strich,
Das geht uns gegen die Natur.
Wir sehen eine Umkehr darin,
ein wenig besser zu werden,
weniger zu lügen, mehr gerechter zu sein,
da und dort barmherzig zu reagieren.
Das aber ist keine Umkehr.
Das ist religiöse Makulatur.
Denn Gott sagt,
du kannst gar nichts tun,
es sei denn,
ich tue es in dir.
Und das kann ich nur,
wenn du dich mir hingibst.
Wenn du vom hohen Ross deiner
eigenen Gerechtigkeit herabsteigst.
Wenn du aufhörst darüber zu denken,
dass du Gott irgendetwas geben könntest.
Sondern die Umkehr,
von der Jesus spricht,
beginnt mit dem Werden wir ein Kind.
Der Eintritt
in eine bestimmte Form der Unmündigkeit vor Gott.
Und das ist uns zuwider.
Das geht uns gegen den Strich.
Dieses Kreuz wollen wir nicht tragen.
Unser Ego zu verleugnen.
Gar kein Lob für unser Ego?
"Ja, keins!"
Das zeigt aber auch,
dass wir nicht wie die Kinder geworden sind.
Und somit auch nicht ins Reich Gottes eingetreten sind.
Es gibt aber auch einen viel größeren Lohn,
als den Ruhm für unser Ego.
Das ist Gottes Herrlichkeit selbst,
er selbst in uns.
Seine übergroße schöne Gnade,
an der sich das Herz genügen lässt,
weil es merkt,
dass es darin volle Genüge findet.
Ein übervolles gerütteltes Maß seines Wohlwollens.
In Jesus, seinem Sohn.
Also schaue ich doch auf die kostbare Perle,
und gebe mein Ego und alles andere hin.
Oder?
Ich lasse das Meinige los.
Ich empfange das Seinige.
Großes Glück in ihm.
Damit ehre ich Gott,
finde meine Bestimmung und bin selig.
Und dabei, bei allem, lässt mich sein Geist
nicht untätig sein.
Trotz der Stille vor ihm.
*
🙏
"Vater, da sind wir in unserer Schwachheit,
erkennen deine Reinheit und Größe
und unser natürliches Wesen erzittert
vor deinem Wort.
"Aber unser Geist freut sich in dir und deiner Rettung,
die du durch deinen Sohn Jesus geschaffen hast,
durch sein Blut am Kreuz auf Golgatha.
Danke für deine herrliche Vergebung.
Für die Abwendung deines Zornes über unserem Leben."
"Danke, Vater,
für unsere Auferweckung aus dem tödlichen Schlaf
mit der Sünde.
Dass du deine Kinder, die dich aufnehmen,
deinen Sohn, dein Wort, dein Licht,
hineingestellt in das Leben deiner Gerechtigkeit,
deiner Wahrheit und Barmherzigkeit."
"Danke, für das "Neu-Geboren-Werden"
von oben her.
Danke für dein Wohlwollen und deine Treue."
"Dein Licht komme in uns,
verherrliche dich in unserer Schwachheit
durch deine große Gnade.
Das hätte ich gerne - Vater!"
"Für mich, weil der Esel sich zuerst nennt,
für meine Lieben und jene,
die mir weniger lieb erscheinen,
für die Arbeitskollegen, Mitschüler,
Menschen, denen wir begegnen,
für die Elenden und Einsamen,
den Gebrochenen und Fremden in unserem Land.
Für die Feinde des Evangeliums,
die wir ja auch einmal waren ...
die gar so stark sein wollen … … … ."
+++++++
Meine Hand hat alles gemacht,
was da ist, spricht der HERR.
Ich sehe aber auf den Elenden
und auf den,
der zerbrochenen Geistes ist
und der erzittert vor meinem Wort.
Jesaja 66, 2
Der Lehrtext:
Als aber erschien
die Freundlichkeit und Menschenliebe Gottes,
unseres Heilands,
machte er uns selig –
nicht um der Werke willen,
die wir in Gerechtigkeit getan hätten,
sondern nach seiner Barmherzigkeit.
Titus 3, 4-5
+++++++
Danke, für das Lesen. 🌹
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