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Stückwerkhafte Gedanken zur Losung am 2.4.2026
Wohl dem, dessen Hilfe der Gott Jakobs ist,
der seine Hoffnung setzt auf den HERRN.
Psalm 146, 5
Der Lehrtext:
Jesus nahm den Kelch und dankte, gab ihnen den und sprach:
Trinket alle daraus; das ist mein Blut des Bundes,
das vergossen wird für viele zur Vergebung der Sünden.
Matthäusevangelium 26, 27-28
"Wohl dem, dessen Hilfe der Gott Daniels ist", das steht glücklicherweise nicht da.
Denn Daniel gehört zu den wenigen Menschen, von denen die Bibel keinen Tadel
berichtet, keine "Übertretung". Er wirkt wie ein sündloser Mensch.
Und natürlich ist der Gott, der Daniel half, auch der Gott Jakobs.
Aber hätten wir Jakob hier eingesetzt? Wenn dann schon eher noch Henoch,
Abraham, Josef, Mose … .
So aber ist er nicht nur der Gott Abrahams und Isaaks sondern auch der Gott
Jakobs. Jakob, von seinem Vater Isaak zurückgestellt, einfach weil Esau etwas
besseres hermachte in seiner Kraft, in seiner Fähigkeit zu jagen und zu kochen.
Ach Isaak, worauf schaust du?
Worauf schaust du Isaak und worauf schaute Gott. Warum nahmst du dir die Worte
Gottes an Rebekka nicht zu Herzen, warum liebtest du im Alter mehr deinen
Gaumen, deine Lust, gut zu essen, als die Berufung deines Gottes?
Worauf schauen wir, wer nimmt unsere Augen ein und leitet ihren Blick?
Interessieren uns die Gedanken wirklich, die Gott denkt und uns offenbart hat?
Oder filtern wir sie mit unserem Verstand, mit unserem Ungehorsam
und überheben uns zum Deuter über seiner Worte?
Der kurze Psalm, er offenbart Gottes Gedanken.
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Psalm 146
1 Halleluja! Lobe den HERRN, meine Seele!
2 Ich will den HERRN loben, solange ich lebe, und meinem Gott lobsingen,
solange ich bin.
3 Verlasset euch nicht auf Fürsten; sie sind Menschen, die können ja nicht helfen.
4 Denn des Menschen Geist muss davon, und er muss wieder zu Erde werden;
dann sind verloren alle seine Pläne.
5 Wohl dem, dessen Hilfe der Gott Jakobs ist, der seine Hoffnung setzt
auf den HERRN, seinen Gott,
6 der Himmel und Erde gemacht hat, das Meer und alles, was darinnen ist;
der Treue hält ewiglich,
7 der Recht schafft denen, die Gewalt leiden, der die Hungrigen speiset.
Der HERR macht die Gefangenen frei.
8 Der HERR macht die Blinden sehend.
Der HERR richtet auf, die niedergeschlagen sind. Der HERR liebt die Gerechten.
9 Der HERR behütet die Fremdlinge und erhält Waisen und Witwen;
aber die Gottlosen führt er in die Irre.
10 Der HERR ist König ewiglich, dein Gott, Zion, für und für. Halleluja!
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Meine Seele, all mein Inneres, mein Herz, mein Wesen,
richte dich auf Gott aus, schaue seine Gedanken an und freue dich über ihn.
Lass sie ungefiltert in deinem Herzen zu, empfange deren Inhalte mit dem
Wesen eines Kindes, dass seiner Mutter oder seinem Vater lauscht.
Freue dich über die Festigkeit, über die Wahrheit und Treue von Gottes Worten.
"Es steht geschrieben". Veranlasst vom Geist Gottes mit dem festen Willen,
dass auch die Gedanken dieses Liederdichters in seinem Buch stehen, das Buch,
dass er selbst verlegt hat und dessen Herausgeber er in Wirklichkeit ist.
"1) Halleluja! Lobe den HERRN, meine Seele!"
Mein ganzes Leben lang binde ich mich an diesen Gott. Mit allem was ich bin
und habe. Ihm gehört meine ganze Hingabe. Und sie wird immer mangelhaft sein,
wie der Glaube und das Lebens Jakobs. Aber er wird mich lieben und nicht von mir
weichen, er wird mich in meiner Schwachheit ertragen, denn er ist mein Held.
Mit großen Augen schaue ich staunend sein Tun, und seine Gedanken, die er
in seinem Wort offenbart. Mit all meinen Sinnen freue ich mich über seine Liebe,
die sich am Kreuz in aller Klarheit zeigt.
"2 Ich will den HERRN loben, solange ich lebe, und meinem Gott lobsingen,
solange ich bin."
Auch wenn Gott die Könige und Fürsten dieser Welt gebraucht und ihre Herzen
jederzeit zu lenken vermag wie Wasserbäche, so sind sie jedoch nicht mein Trost.
Alle Fürsten mussten sterben und gehen an den Ort, wo sie ihre Knie beugen
müssen vor dem Lamm. In ihnen ist kein eigenes Leben.
Sie haben kein Leben in sich selbst, und können es sich nicht wieder nehmen,
selbst wenn sie es wollten. Sie haben im Totenreich keine Macht mehr.
"3 Verlasset euch nicht auf Fürsten; sie sind Menschen, die können ja nicht helfen."
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Johannesevangelium 5, 25-27
25 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Es kommt die Stunde und ist schon jetzt,
dass die Toten hören werden die Stimme des Sohnes Gottes, und die sie hören,
die werden leben.
26 Denn wie der Vater das Leben hat in sich selber, so hat er auch dem Sohn
gegeben, das Leben zu haben in sich selber;
27 und er hat ihm Vollmacht gegeben, das Gericht zu halten, weil er
der Menschensohn ist.
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Aber der Mensch lebt aus der Gnade, die jedem Moment aus dem Herzen Gottes
strömt. Ihr verdankt er das Schlagen seines Herzens und das Denken seines
Innern. Denn mit nichts kann der Mensch sein Leben und diese Gnade bezahlen.
"4 Denn des Menschen Geist muss davon, und er muss wieder zu Erde werden;
dann sind verloren alle seine Pläne."
Aber der Gott der Gnade, er ist auch der Gott, der sich uns zuwendet. Der am Kreuz
auf Golgatha sich allen Menschen zuwendet. Er wendet sich allen zu, damit alle
Rettung erfahren aus ihren verlorenen Zustand des Todes und der Sünde.
Aber nicht alle nehmen diese Rettung an, nicht alle kehren um und werden wie die
Kinder. Sondern viele halten mit ihrem Denken und Tun weiter das Heft des Egos
in der Hand.
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Markusevangelium 10, 45
Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse,
sondern dass er diene und sein Leben gebe als Lösegeld für viele.
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Lange Zeit hatte Jakob das Heft seines Lebens in der Hand, und obwohl Gott ihn
führte, leitete Jakob sich oft selbst und vertraute nicht von ganzen Herzen.
Der Glaube aber ist eine Sache des ganzherzigen Vertrauens, einer ganzen
Hingabe. Wie aber soll ich mit ganzem Herzen vertrauen können, wenn ich durch
die Weisheit dieser Welt deren Maßstab an Gottes Worten anlege. Wenn ich mit der
heißen Luft des aufgesetzten weltlich durchtränkten Verstandes das Wort Gottes,
Gottes Weisheit durchlöchere wie Schweizer Käse?
Kann dann ein inniges Verhältnis zu Gott wirklich entstehen? Um vor sich selber
dann in seiner Halbheit zu bestehen, die man selbst nicht wahrnimmt aber in sie
verliebt ist, verachtet man jene, die Gottes Worte ernst nehmen.
Und in der eigenen Unbarmherzigkeit schert man nicht selten alle über einen
Kamm. Da sind wir nicht anders wie Jakob. Lange braucht es, bis wir uns ganz
loslassen und ganz seiner Führung vertrauen, dass wir uns an seiner Gnade
genügen lassen.
Aber Gott ist treu. Gott ist der Treue in der Glaubensbeziehung, er ist und bleibt
der Ehrliche in dieser Wahrheitsbeziehung. Er bleibt der Gütige, auch wenn unsere
Sünde dieser Güte oftmals Steine in den Weg legen.
Wo hast du schon Gott Steine in den Weg gelegt?
Wenn du mir sagst, das hast du noch nie getan, dann kann ich dir das schwerlich
glauben. Denn jede Sünde ist so ein Stein, der die Gnade hindert in dir ihr Werk
der Freude und des Lobes zu tun.
Aber wenn wir Gott von Herzen lieb haben, klammern wir uns an ihn, so wie
Jakob sich an den Engel, der am Pniel mit ihm kämpfte, klammerte. Als dieser ihn
so stark auf die Hüfte schlug, dass er den Halt verlor und sich an ihm festhielt und
rief: "Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn." (1. Mose 32, 27)
Das ist wohl der beste Satz, der je aus Jakobs Mund kam.
Und dieser sollte jeden Tag, zu jeder Zeit, in jeder Not und auch in den Zeiten
der Freude von unserem Herzen, von unserem ganzen Menschsein, hinauf steigen
zu Gott, der uns in Jesus Christus mehr liebt als sich selbst.
Es ist der Satz, den der Mensch, der umkehrte und wie ein Kind wurde,
von Herzen spricht. Zu seinem Gott, der geduldig mit uns ist wie zu Jakob.
"5 Wohl dem, dessen Hilfe der Gott Jakobs ist,
der seine Hoffnung setzt auf den HERRN, seinen Gott,"
Denn dieser Gott ist ihm sein ganzer Gott. Nicht ein Gott, sondern der Eine,
der einzige Gott, der Schöpfer des Himmels und der Erde ist.
Der aber auch wirklich der Eine ist, der Treue hält, durch alle Tode hindurch.
Es ist eine ganze Treue. Eine vollkommene Treue. Eine gute Treue ohne
irgendwelche Hintergedanken.
Darüber freuen wir uns mit großer Freude, und können auch mit dieser Freude
nicht aufhören. So ist er eben, unser guter Vater im Himmel, ein wunderbarer
gütiger Heiland. Der Gott Jakobs, der uns nicht verwirft, wenn wir zu ihm kommen.
Der uns mühselige und beladene Menschen Erquickung gibt.
"6 der Himmel und Erde gemacht hat, das Meer und alles, was darinnen ist;
der Treue hält ewiglich,"
Und er ist gerecht in all seinen Gedanken, Worten und Werken,
sie alle sind durchtränkt von Wahrheit, Gerechtigkeit und Barmherzigkeit.
Seine Barmherzigkeit die uns voller Gerechtigkeit und Wahrheit am Leben erhält:
"7 der Recht schafft denen, die Gewalt leiden, der die Hungrigen speiset.
Der HERR macht die Gefangenen frei."
"8 Der HERR macht die Blinden sehend.
Der HERR richtet auf, die niedergeschlagen sind. Der HERR liebt die Gerechten."
"9 Der HERR behütet die Fremdlinge und erhält Waisen und Witwen;
aber die Gottlosen führt er in die Irre."
Sein Gnade, die in Jesus erschienen ist, denn Gnade und Wahrheit ist in Jesus
geworden:
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Johannesevangelium 1, 16-18
16 Von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade.
17 Denn das Gesetz ist durch Mose gegeben;
die Gnade und Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden.
18 Niemand hat Gott je gesehen; der Eingeborene, der Gott ist
und in des Vaters Schoß ist, der hat es verkündigt.
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So gebührt ihm in jedem Augenblick Freude, dass wir ihn anschauen und
uns über seine Treue und Gnade freuen und glücklich sind in ihm.
Was denn sonst?
"10 Der HERR ist König ewiglich, dein Gott, Zion, für und für. Halleluja!"
Und in dieser Freude verlangt uns danach, Gemeinschaft mit Jesus zu haben,
nicht nur in der Lehre der Apostel, die auch die ganze Schrift mit einschließt,
sondern auch Gemeinschaft im Gebet, im Miteinander und untereinander,
und eben auch im Brotbrechen. (Apostelgeschichte 2, 42)
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Matthäusevangelium 26, 27-28
Jesus nahm den Kelch und dankte, gab ihnen den und sprach:
Trinket alle daraus; das ist mein Blut des Bundes,
das vergossen wird für viele zur Vergebung der Sünden.
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Auch hier ist wieder die Eingrenzung "für viele" und nicht für "alle".
Allen gilt das Angebot, aber nur "viele" nehmen es an.
Jene, welche die Lindigkeit, die Freundlichkeit und Treue des Gottes Jakobs
erkennen, die er uns in seinem Sohn Jesus Christus erweist.
Aber der, der in uns das gute Werk anfing, der Anfänger und Vollender unseres
Glaubens, Jesus Christus, durch ihn wird Vater alles gut ausrichten.
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1. Mose 28, 15
Und siehe, ich bin mit dir und will dich behüten, wo du hinziehst,
und will dich wieder herbringen in dies Land.
Denn ich will dich nicht verlassen, bis ich alles tue, was ich dir zugesagt habe.
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🙏
"Danke, guter Vater, dass du so bist, wie du bist.
in dir zu ruh'n, mit dir unsere Schritte zu tun, mit und zu dir zu singen,
auch jenes Lob, das wir dir mit sorgenfreiem Schlafen bringen.
Du Gott Jakobs, den du liebtest durch all seine Listigkeiten hindurch,
und es so eintraf, wie du es ihm sagtest im Traum.
So erbarme dich über uns, vergib uns unsere Schuld und unsere
falschen Wege. Reinige unser Herz und fülle uns mit deinem Geist.
Wirke in uns einen Hunger und eine Liebe zu deinem Wort, fülle uns mit Liebe
zu deiner Wahrheit, Gerechtigkeit und Barmherzigkeit, zu allen Menschen
in Demut vor dir."
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Wohl dem, dessen Hilfe der Gott Jakobs ist,
der seine Hoffnung setzt auf den HERRN.
Psalm 146, 5
Der Lehrtext:
Jesus nahm den Kelch und dankte, gab ihnen den und sprach:
Trinket alle daraus; das ist mein Blut des Bundes,
das vergossen wird für viele zur Vergebung der Sünden.
Matthäusevangelium 26, 27-28
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Danke, für das Lesen. 🪻
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