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Stückwerkhafte Gedanken zur Losung am 10.3.2026
Fürchte dich nicht, ich bin mit dir;
weiche nicht, denn ich bin dein Gott.
Jesaja 41, 10
Der Lehrtext:
Hilf uns, deinen Dienern,
deine Botschaft mutig und offen zu verkünden.
Apostelgeschichte 4, 29
Mit der Gnade Gottes zu zwei alten Menschen begann Israels
Geschichte. Der unmögliche Gott, der das Unmögliche vollbringt,
wirkte und Abraham und Sarah bekamen in ihrem hohen Alter
noch Nachwuchs.
Wie lange hatte Sara die Schmach ertragen, keine Kinder zu bekommen.
Auch Rebekka musste 20 Jahre warten, und Hanna litt ebenfalls darunter,
sie musste sich ihren Mann sogar noch teilen. Und die Eltern Johannes
des Täufers, Zacharias und Elisabeth, hatten auch dieses Wunder wie bei Sara erlebt.
In diesem Moment muss ich an den Blinden denken, bei dem die Jünger
fragten: "Herr wer hat gesündigt, dieser oder seine Eltern?"
Aber was Jesus ihnen antwortete, das hatten sie bestimmt nicht erwartet.
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Johannesevangelium 9, 1-3
1 Und Jesus ging vorüber und sah einen Menschen, der blind geboren war.
2 Und seine Jünger fragten ihn und sprachen: Rabbi, wer hat gesündigt,
dieser oder seine Eltern, dass er blind geboren ist?
3 Jesus antwortete: Es hat weder dieser gesündigt noch seine Eltern,
sondern es sollen die Werke Gottes offenbar werden an ihm.
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Hören wir das? Die Werke Gottes sollen an uns offenbar werden!
Wir wünschen uns alles so gut aufgeräumt und erklärt. Aber Gott macht
uns einen Strich durch unser Denken. Wo ist heute Assyrien?,
wo ist das Neu-Babylonische Reich?, wo ist das griechische Weltreich
Alexanders des Großen?, oder das Reich des Kaisers Augustus,
wo sind diese Reiche? Wo ist Hitlers tausendjähriges Reich?
Aber Israel -
Israel besteht noch, ja viele konnten sogar zurückkehren in Gottes Land,
das Land, das Gott alleine gehört und das er Israel zugedacht hatte,
darin zu wohnen.
Und Israel ist durch viele Schmerzen gegangen, durch viele Höllen, aber
Gott hat es nicht vergessen. Durch die Sünde Salomos wurde es geteilt
in das Haus Israel (10 Stämme, wobei viele Leviten nach Süden gingen),
und dem Südreich, dem Königreich Juda, das aus den Stämmen Juda
und Benjamin sowie der aus dem Nordreich Geflohenen bestand … .
Zur Zeit Hoseas und Odeds im Nordreich, und Jesajas und Michas im Südreich,
wurde das Nordreich eingenommen, in zwei Deportationen aufgelöst, andere
Völker wurden angesiedelt, welche sich mit dem geringen Rest vermischten.
Das geschah zwischen ~ 722 und 733 vor Christus. Das "Haus" Israel kam in die
Verbannung und kehrte nicht zurück.
Zu dieser Zeit hatte das Königreich Juda noch ca. 130 Jahre, bevor es erobert
wurde und in drei Schritten seine Oberen, Handwerker, Kriegsleute und Gebildeten
nach Babel verschleppt wurden. 130 Jahre der möglichen Besinnung.
Aber der letzte König, Josia, der Gott von Herzen vertraute, Gott konnte durch
ihn nicht mehr wirklich die Herzen erreichen. Josias Nachkommen lebten gegen Gott,
und so kam Nebukadnezar: Juda und Jerusalem wurde erobert, die Mauern eingerissen,
die Tore und der Tempel und alle hohen Häuser wurden verbrannt.
Keiner hätte sich das damals vorstellen können. Aber es wurde ihnen angekündigt. Mehrmals!
Aber sie setzten ihren "Glauben", "Ihr Gottesbild" gegen die lebendigen Worte Gottes und
wurden zuschanden. Und vermutlich fand Jesaja unter Manasses erster Regierungszeit den Tod.
Aber was Gott redet, es ist zeitlos, es ist weder von der Macht dieser Welt, noch
von ihrem Denken, noch von ihren Fähigkeiten, noch von ihren Heeren
abhängig, denn es geschieht nicht durch Heer oder Macht von Menschen
sondern durch seinen Geist.
Und auch Jesus sprach von seinen Worten das gleiche: Himmel und Erde
werden vergehen, meine Worte aber werde nicht vergehen.
Wenn wir in Wahrheit erkennen würden, was Gottes Worte sind, wir würden
uns fürchten und erschaudern. Einem Teil von uns würde Gott sein
"Fürchte dich nicht" entgegenleuchten, sie trösten und retten.
Einem anderen Teil, der sich der Verachtung Gottes verschreibt,
dem bleibt nur noch ein: "Fürchte dich".
Und so gilt dem betrübtem Menschen, wie dem betrübten Volk Israel,
hier dem dem Königreich Juda der Zuspruch:
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Jesaja 41, 10
Fürchte dich nicht, ich bin mit dir;
weiche nicht, denn ich bin dein Gott.
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Das stolze Israel aber wird sagen müssen: Wehe mir, ich vergehe!
Denn es ist gewichen.
Dem Gerechten, der Demut liebt, das Wort Gottes liebt und die Menschen
achtet in Güte und Barmherzigkeit, dem gilt der Segen.
So lässt uns es Gott durch Micha 6, 8 wissen.
Dem Frevler aber gilt der Fluch. Und doch bringt die Gnade auch Frevler
zur Umkehr, und sie lieben Gott um so mehr, weil ihnen mehr vergeben ist
als anderen. Unzählige haben das erlebt und werden es noch erleben.
Sie schienen die "schlimmsten Leute" gewesen zu sein, sie trieben es
wirklich arg und fügten anderen viel Leid zu, aber als die Gnade in ihr
Herz hineinleuchtete und sie ihre Gottlosigkeit erkennen mussten,
kehrten viel um und ehrten Gott mit einem neuen Leben.
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Jesaja 41, 10
Fürchte dich nicht, ich bin mit dir;
weiche nicht, denn ich bin dein Gott.
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Es gilt den Elenden, den Geringen, den Einsamen, den Gestrauchelten,
nicht den klugen Professoren und Lehrern, die meinen, alles besser
zu wissen, nicht den Reichen, die nicht wissen wohin mit ihrem Reichtum und
Gott links liegen lassen, aber im Gericht keinen Fürsprecher mehr haben.
Denn was sagt Gott?
Wohnt er in Kathedralen, in großen Tempeln, in Domen, in riesigen Kirchen?
Wohnt er in Kirchentagen und Kongressen und großen Feiern?
Wohnt er bei denen, die einen großen Namen und eine große Zahl haben?
Was sagt das Wort Gottes? Es sagt unverbrüchlich:
"Himmel und Erde werden vergehen, aber Gottes Worte werden nicht vergehen,
Seine Worte kommen aus einem Ewigkeitsmund, aus einem reinen Ewigkeitsherz
voller Wahrheit, Gerechtigkeit und Barmherzigkeit, voll reinen Geistes.
Was sagt Gott uns, die wir alle Tage dabei sind, für unser eigenes Leben
Bahnen herzustellen, damit wir darauf gehen können.
Was aber sagt Gott?:
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Jesaja 57, 14-16
14 Und er spricht: Machet Bahn, machet Bahn! Bereitet den Weg,
räumt die Anstöße aus dem Weg meines Volks!
15 Denn so spricht der Hohe und Erhabene, der ewig wohnt,
dessen Name heilig ist: Ich wohne in der Höhe und im Heiligtum
und bei denen, die zerschlagenen und demütigen Geistes sind,
auf dass ich erquicke den Geist der Gedemütigten
und das Herz der Zerschlagenen.
16 Denn ich will nicht immerdar hadern und nicht ewiglich zürnen;
sonst würde ihr Geist vor mir verschmachten und der Lebensodem,
den ich geschaffen habe.
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Und was steht bereits vorher in Jesaja:
Dass eine Jungfrau ein Kind zur Welt bringt, einen Wunder-Rat, Gott-Held,
Ewig-Vater und Friede-Fürst, dass er aus dem Stamm Isais kommen wird,
dass auf ihm der Geist des HERRN, der Weisheit und des Verstandes,
der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der
Furcht des HERRN ist. Und das er die Furcht des HERRN liebt
und gerecht ist. Dass er nicht korrupt ist sondern in Gerechtigkeit
den Armen und Elenenden ein Urteil sprechen wird.
Mit dem Stabe seines Mundes wird er aber die Gewalttätigen schlagen,
und mit dem Odem seiner Lippen den Gottlosen töten.
Dabei löscht er nicht den glimmenden Docht aus, noch zerbricht
er den geknickten Stab. Weil er voller Gnade und Barmherzigkeit ist.
Und so ist es gekommen und so wird es kommen. Ein Teil der Verheißung
hat sich schon erfüllt, der andere Teil wird unweigerlich folgen.
Ganz unabhängig davon, was Menschen glauben oder nicht.
Ich sage aber,
wenn Gottes Worte nicht reichlich in uns wohnen, wenn wir nicht
mit ganzem Herzen auf Jesus schauen und mit ihm leben, mit der
Schrift verwachsen, sondern der Glaube uns nur eine wichtige Nebensache
ist, dann wird uns das Öl fehlen, in der Stunde der Versuchung,
in der Stunde des Wartens.
Denn wir warten ja auf die Wiederkunft Jesu.
Von Herzen tun wir das.
Tun wir das?
Wir lassen uns von der Welt das Spiel aufdrängen, wie Gemeinde Jesu
zu sein hat. Wir orientieren uns an dem was wir sehen. "Am Möglichen!"
Der Glaube aber, den Jesus wirkt, er orientiert sich an dem was
er nicht sieht, an dem, was im Vaterherzen Gottes verborgen ist,
Das weiß er durch die Schrift, die Gott ihm offenbart, wenn er ganzherzig
nach Gott sucht und ihn liebt. Wenn er Gott mehr liebt als sich selbst.
Denn Gott tut das ja auch, er liebt uns mehr als sich selbst.
Was ist uns seine Liebe wert? - Heute? - Jetzt?
Kühlst du aus oder glühst du?
Die Gemeinde in Jerusalem, die Geschwister, - kurz nach Pfingsten -
wir können uns in vielerlei Hinsicht nicht mit ihnen vergleichen.
Aber einige Dinge haben wir gemeinsam:
Die eigene Schwachheit, und die große Gnade Gottes.
Einen lebendigen Heiland, der zu jeder Zeit das Unmögliche tun kann.
Und es fängt in unseren Herzen an, wenn er als Lamm regiert und uns
ins Licht hin führt. Wenn wir ihn allein Bestimmer sein lassen.
Dann können wir keine Menschen mehr hassen, dann müssen die Ängste
schweigen, alles in uns muss sich vor ihm beugen.
Dann steht der Freimut auf, weil der Sohn Gottes, weil Jesus unsere erste Liebe ist.
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Apostelgeschichte 4, 29
Hilf uns, deinen Dienern, deine Botschaft mutig und offen zu verkünden.
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Wann waren wir das letzte Mal für Jesus mutig, so, dass es uns etwas
gekostet hätte, dass wir dafür ausgelacht, bespuckt oder geschlagen
worden wären?
Das Evangelium rettet, die Predigt vom Evangelium rettet, nicht eine fromm
anmutende aneinandergereihte Form von Lied, Anspiel, Musik, und anderen
Dingen. Das Evangelium hat genügend Kraft, genügend Dynamis in sich,
um zu jeder Zeit ganze Völker zu berühren.
Es liegt an uns, denn Gott will alle, er will alle retten. Er tut es "nur" durch
den Namen Jesu, seines Sohnes. Nicht durch neue Offenbarungen und
Theologische Konstrukte. In und durch Jesus allein, dem Gekreuzigten und
Auferstandenen, handelt der ewige Vater und gibt seine Ehre keinem anderen.
In und durch seinen Sohn sehnt der Vater sich nach uns, das ist seine Passion.
Ist sie auch die deine?
Warum oder warum nicht?
Woran hältst du dich und auf was gründest du dein Leben?
Wer oder was ist dein Hirte?
Wessen Liebeslied singst du?
Wem schenkst du deine ganze Liebe und dein Leben?
Wen oder was schaust du beständig an?
Das ist die Grammatik unseres Herzens!
*
🙏
"Vater, schaue ich auf mich, so sehe ich nur Elend, Vergänglichkeit,
Sorgen und Nöte, Schmerz und Krankheit … .
Was aber passiert uns, wenn wir auf deinen Sohn schauen?
Jesus, der uns seine ganze Liebe und sein Leben schenkte.
Dein Licht deiner Wahrheit, Gerechtigkeit, Barmherzigkeit
es dringt in uns ein.
In deinem Licht sehen wir das Licht und dieser helle freundliche Schein
der Hoffnung, er ist stärker ist als alles.
Eine Hoffnung, die sich an deine Gnade bindet, die stärker ist als alles,
eine Gnade die aus deiner Liebe kommt, sie stärker ist als alles.
Oh du guter Vater, wir brauchen deine Vergebung, deine Güte,
dein Erbarmen so sehr, wir brauchen deine Gnade so sehr,
erbarme dich über uns."
"Ja, auch Trauertränen
über deine Liebe, sie wird so verschmäht,
darüber muss ich mich nicht schämen,
auch nicht über Freudentränen,
dass deine Gnade nicht vergeht."
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Fürchte dich nicht, ich bin mit dir;
weiche nicht, denn ich bin dein Gott.
Jesaja 41, 10
Der Lehrtext:
Hilf uns, deinen Dienern,
deine Botschaft mutig und offen zu verkünden.
Apostelgeschichte 4, 29
+++++++
Danke, für das Lesen. 🌿
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